DIW erwartet Rückgang der deutschen Arbeitslosenzahl bis auf 2,5 Mio.

Angesichts der stabilen Konjunkturlage in Deutschland erwartet das Deutsche Institut für Wirtschaftsforschung (DIW) einen weiteren Rückgang der Arbeitslosigkeit. Ein Absinken der Arbeitslosenzahl auf bis zu 2,5 Millionen sei in den kommenden Jahren möglich, sagte DIW-Präsident Marcel Fratzscher der "Bild"-Zeitung vom Mittwoch. Der deutsche Arbeitsmarkt "boomt".

Laut den am Dienstag veröffentlichten Zahlen der Bundesagentur für Arbeit (BA) waren im Mai rund 2,76 Millionen Menschen arbeitslos. Niedriger lag die Zahl für den Monat Mai zuletzt vor 24 Jahren.

Fratzscher warnte allerdings zugleich vor mehr Jobverlagerungen ins Ausland. Er forderte die deutsche Regierung auf, mehr für die Integration von Langzeitarbeitslosen und Unqualifizierten in den Arbeitsmarkt zu tun. Ansonsten werde die Arbeitslosenzahl in Deutschland nicht weiter sinken und deutsche Unternehmen würden "Arbeitsplätze noch stärker ins Ausland verlagern", sagte der DIW-Chef. Der Fachkräftemangel sei schon heute für viele Unternehmen ein großes Problem und müsse neben Zuwanderung auch über eine bessere Qualifikation deutscher Arbeitskräfte gelöst werden.

München (APA/Reuters) - Siemens kauft das US-Technologieunternehmen Austemper Design Systems, einen jungen Softwareanbieter für Sicherheitsanwendungen. Mit der Übernahme könne Siemens sein Angebot an Kunden ergänzen, die sich mit autonomem Fahren sowie der Digitalisierung von Produktionsbetrieben und Infrastruktur beschäftigen, teilte das Unternehmen mit. Die Details der Übernahme würden nicht bekannt gegeben.
 

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Siemens kauft US-Technologie-Start-up

Washington (APA/AFP/Reuters) - "Baut sie hier!": US-Präsident Donald Trump hat im Handelsstreit mit der EU erneut mit Strafzöllen auf europäische Auto-Importe gedroht. Wenn die Europäische Union nicht "bald" ihre langjährigen Zölle und Barrieren für US-Produkte "niederbricht und beseitigt", würden die USA einen 20-prozentigen Tarif auf alle aus der EU eingeführten Autos verhängen, schrieb Trump am Freitag auf Twitter.
 

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Trump droht wieder mit Zöllen auf EU-Autos: "Baut sie hier!"

Brüssel (APA/dpa/Reuters) - Mit Zöllen auf amerikanische Produkte wie Whiskey, Jeans, Motorräder und Erdnussbutter hat die EU im Handelsstreit mit den USA zurückgeschlagen. Die Vergeltungszölle sind in der Nacht zum Freitag in Kraft getreten. Auf europäische Verbraucher dürften bei einigen Produkten Preiserhöhungen zukommen.
 

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Zölle auf US-Produkte in Kraft: Einige Produkte dürften teurer werden