Direktinvestoren sehen für Russland-Geschäfte schwarz

Die Geschäfte der ausländischen Direktinvestoren in Russland laufen schlecht und sie stellen sich darauf ein, dass es noch schlimmer kommt. Das geht aus dem aktuellen OeKB-Geschäftsklima-Index Mittelosteuropa (MOE) hervor, für den rund 400 Entscheidungsträger von Unternehmen befragt wurden, die ihre Mittel-Osteuropa-Zentralen in Wien haben.

Nachdem sich die Konjunkturerwartungen der ausländischen Investoren schon im Oktober deutlich abgekühlt hatten, wurden sie im Februar noch einmal nach unten revidiert und haben jetzt den tiefsten Stand seit Beginn der Erhebungen im Jahr 2007 erreicht - Der Saldo des von der Oesterreichischen Kontrollbank errechneten Indikators ist auf -65 abgesackt.

Auch bei der aktuellen Geschäftslage hat sich der Indikator gegenüber Oktober um 32 Punkte auf einen Saldo von -28 verschlechtert. Die wirtschaftliche Attraktivität Russlands leidet durch den anhaltenden Konflikt mit der Ukraine.

Auch in mehr als der Hälfte der anderen Länder in der Region hat sich der aktuelle Geschäftsgang seit Oktober verschlechtert. Nur in Polen, Tschechien, Ungarn, Rumänien und Bulgarien laufen die Geschäfte besser als Ende 2014.

Die Geschäftserwartungen haben sich allerdings für zwei Drittel der Märkte gegenüber Oktober verbessert - das gilt nicht für Kroatien, Russland und die Ukraine.

In der Versicherungsbranche laufen die Geschäfte derzeit zufriedenstellender als noch vor vier Monaten. Die Geschäftserwartungen haben sich ebenfalls verbessert, allerdings werden Expansionspläne vorerst auf Eis gelegt: 94 Prozent der befragten Versicherungen wollen ihren Investitionsstand unverändert lassen.

Bei den Unternehmen der Energie- und Wasserversorgung setzt sich sogar der Rückzug aus Mittel-Osteuropa fort. Expandieren will niemand, 52 Prozent der Niederlassungen werden verkleinert oder geschlossen.

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Kundl/Langkampfen/Basel (APA) - Der Novartis-Konzern investiert 200 Mio. Euro in die beiden Produktionsstandorte im Tiroler Schaftenau und in Kundl (beide Bezirk Kufstein). Dies gab das Unternehmen am Donnerstag bekannt. Daniel Palmacci, Leiter der Novartis Produktionsbetriebe in Österreich, bezeichnete dies als "ein starkes Bekenntnis" der Zentrale in Basel in die Kompetenz und Qualität der Standorte in Tirol.
 

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Novartis investiert 200 Mio. Euro in Tiroler Standorte