Dijsselbloem: EZB muss unabhängig arbeiten

Die Europäische Zentralbank (EZB) muss nach den Worten von Eurogruppenchef Jeroen Dijsselbloem unabhängig von politischem Einfluss arbeiten können. Das sei wichtig für die Glaubwürdigkeit der Bank, sagte der niederländische Finanzminister am Freitag nach Beratungen in Amsterdam. Es dürfe nicht der Eindruck entstehen, dass sie durch politische Kritik beeinflusst werde.

Der Chef der Euro-Finanzminister nannte keine Beispiele für eine solche Kritik. Erst in der vergangenen Woche hatten der deutsche Finanzminister Wolfgang Schäuble (CDU) und Bundesbankchef Jens Weidmann in Washington deutlich gemacht, dass sie eine öffentliche Debatte über die Nullzinspolitik der EZB für gerechtfertigt halten. Beide hatten aber betont, die Unabhängigkeit der Notenbank dürfe nicht infrage gestellt werden.

EZB-Direktoriumsmitglied Benoît Coeure sagte in Amsterdam, Debatten seien gut, solange sie konstruktiv geführt würden. "Wir sind immer offen und bereit für Diskussionen." Er gab aber zu bedenken, dass Politiker und die Notenbank nach den Bestimmungen des EU-Vertrags unterschiedliche Verantwortlichkeiten hätten.

Frankfurt/Ludwigshafen (APA/Reuters) - BASF spricht über eine Fusion seiner Öl- und Gas-Tochter Wintershall mit der vom russischen Milliardär Michail Fridman kontrollierten Dea AG. BASF würde die Aktienmehrheit an einem fusionierten Unternehmen halten, teilte der deutsche Konzern am Freitag mit. Mittelfristig sei ein Börsengang des Gemeinschaftsunternehmens eine Option.
 

Newsticker

BASF spricht über Fusion der Tochter Wintershall mit Dea

Frankfurt (APA/Reuters) - Eine neue Vorschrift zur Bilanzierung droht die Banken zu belasten. Basierend auf Informationen direkt überwachter Geldhäuser, die besser auf die Umstellung vorbereitet seien, betrage die negative Auswirkung auf die harte Kernkapitalquote (CET 1) im Schnitt geschätzte 40 Basispunkte, teilte die Europäische Zentralbank (EZB) am Freitag mit.
 

Newsticker

EZB - Neue Bilanzierungsregel knabbert Banken-Kapitaldecke an

Bonn/Frankfurt (APA/dpa) - Die Preisexplosion für innerdeutsche Flugtickets nach der Air-Berlin-Pleite ruft das deutsche Bundeskartellamt auf den Plan. Die Wettbewerbsbehörde hat entschieden, die Preise beim Branchenprimus, der AUA-Mutter Lufthansa, zu prüfen.
 

Newsticker

Deutsches Kartellamt prüft Lufthansa-Preise nach Air-Berlin-Pleite