Dijsselbloem: EZB muss unabhängig arbeiten

Die Europäische Zentralbank (EZB) muss nach den Worten von Eurogruppenchef Jeroen Dijsselbloem unabhängig von politischem Einfluss arbeiten können. Das sei wichtig für die Glaubwürdigkeit der Bank, sagte der niederländische Finanzminister am Freitag nach Beratungen in Amsterdam. Es dürfe nicht der Eindruck entstehen, dass sie durch politische Kritik beeinflusst werde.

Der Chef der Euro-Finanzminister nannte keine Beispiele für eine solche Kritik. Erst in der vergangenen Woche hatten der deutsche Finanzminister Wolfgang Schäuble (CDU) und Bundesbankchef Jens Weidmann in Washington deutlich gemacht, dass sie eine öffentliche Debatte über die Nullzinspolitik der EZB für gerechtfertigt halten. Beide hatten aber betont, die Unabhängigkeit der Notenbank dürfe nicht infrage gestellt werden.

EZB-Direktoriumsmitglied Benoît Coeure sagte in Amsterdam, Debatten seien gut, solange sie konstruktiv geführt würden. "Wir sind immer offen und bereit für Diskussionen." Er gab aber zu bedenken, dass Politiker und die Notenbank nach den Bestimmungen des EU-Vertrags unterschiedliche Verantwortlichkeiten hätten.

Brüssel (APA/dpa) - Mitten im heiklen Brexit-Streit forciert die EU-Kommission ein Verfahren gegen Großbritannien wegen nicht eingetriebener Zölle in Milliardenhöhe. Die EU-Kommission setzte London am Montag eine neue Frist von zwei Monaten, um zu handeln. Andernfalls droht Großbritannien eine Klage vor dem Europäischen Gerichtshof.
 

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Brüssel forciert Verfahren gegen Großbritannien wegen Zollausfällen

Düsseldorf (APA/Reuters) - Der unter Druck geratene Modekonzern Gerry Weber lässt seine Sanierungsfähigkeit überprüfen und verschreckt damit seine Anleger. Die Aktie sackte am Montag in der Spitze um mehr als 27 Prozent auf 3 Euro ab und markierte damit den tiefsten Stand seit 15 Jahren.
 

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Gerry-Weber-Anleger nehmen Reißaus - Sanierungsgutachten bestellt

München/Berlin (APA/Reuters) - Der eskalierende Handelsstreit zwischen den USA und China treibt deutschen Top-Managern momentan keine weiteren Schweißperlen auf die Stirn. Dank einer starken Binnenkonjunktur mit Bauboom und kauffreudigen Verbrauchern trübte sich das Geschäftsklima im September nur leicht ein. Das Ifo-Barometer fiel um 0,2 auf 103,7 Punkte, das ist aber der zweitbeste Wert des vergangenen halben Jahres.
 

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Deutsche Manager bleiben trotz Handelsstreits relativ gelassen