DIHK erwartet für Deutschland deutlich weniger Wachstum als Regierung

Berlin - Die Wirtschaft in Deutschland schätzt ihre konjunkturellen Perspektiven für 2016 deutlich schlechter ein als bisher. Wie der Deutsche Industrie- und Handelskammertag (DIHK) am Donnerstag mitteilte, wird nur noch mit einem Zuwachs der Wirtschaftsleistung um 1,3 Prozent gerechnet. Bisher war der Verband von 1,7 Prozent ausgegangen. Hauptgrund sei die nachlassende Dynamik in China.

Das dürfte exportorientierte Unternehmen bremsen. "Die Konjunktur in Deutschland ist kein Selbstläufer mehr", warnte DIHK-Hauptgeschäftsführer Martin Wansleben.

Der Verband ist damit deutlich zurückhaltender als die deutsche Regierung, die nächstes Jahr von einem Wirtschaftswachstum von 1,8 Prozent ausgeht. Das deutsche Finanzministerium spricht in seinem jüngsten Monatsbericht, der ebenfalls am Donnerstag veröffentlicht wurde, von einer stabilen Aufwärtsbewegung - trotz einer vorübergehend leichten Verlangsamung.

Wansleben sagte, die Herbst-Umfrage des Verbands bei mehr als 27.000 Firmen zeige, dass die momentane Lage der Firmen noch sehr gut sei. "In der gesamten Wirtschaft schwindet aber die Zuversicht". Besonders deutlich sei das in der Industrie sichtbar, vor allem in der Autobranche. Hier wirkt sich auch der Abgas-Skandal bei Volkswagen negativ aus, der Diesel-Fahrzeuge in Verruf gebracht hat. "Die Wachstumsschwäche Chinas und Diesel-Gate drücken die deutsche Automobilkonjunktur", so Wansleben. Das Gütesiegel "Made in Germany" habe aber in der Welt "keine tieferen Schrammen" abbekommen.

Die Ausgaben im Zusammenhang mit dem gegenwärtigen Zustrom an Flüchtlingen geben der deutschen Konjunktur nach Einschätzung des DIHK auf kurze Sicht Impulse. Das sei aber nur eine Seite der Medaille. Denn zugleich verstärke dieses Thema die ohnehin schon große Verunsicherung in weiten Teilen der Wirtschaft, was wiederum die Investitionspläne dämpfe. Die Bewältigung der starken Zuwanderung wäre ein wichtiges Zeichen: "Wenn wir das nicht schaffen und wie ein schlapper Boxer im Ring hängen, haben wir ein ernstes Problem", sagte Wansleben. Die Flüchtlingsthematik werde die Arbeitslosenzahl im nächsten Jahr wieder nach oben treiben. Steuererhöhungen dürfe es dennoch nicht geben.

Für heuer senkte der DIHK seine Wachstumsschätzung geringfügig auf 1,7 Prozent - und ist sich hier mit der Regierung einig. Bei den Exporten rechnet der Verband nur noch mit einer Zunahme von fünf Prozent in diesem und 3,5 Prozent im nächsten Jahr. Das liegt unterhalb des langjährigen Durchschnitts von 6 Prozent.

Klagenfurt (APA) - Im Hypo-Prozess zu den Fällen "Hilltop" und "Blok 67" sind am Donnerstag Mitglieder des Aufsichtsrats sowie Zeugen aus Liechtenstein befragt worden. So erzählte ein Liechtensteinischer Anwalt, dass er die "Hilltop" ins Leben gerufen und die Hypo nichts mit dieser Gründung zu tun gehabt habe. Die Aufsichtsratsmitglieder bezeichneten die damaligen Entscheidungen als plausibel.
 

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Hypo-Prozess - "Hilltop" als "Reservegesellschaft" in Liechtenstein

Bad Gastein (APA) - Nach der Übernahme von drei Gebäuden aus der Belle Epoque im Zentrum des Kurortes Bad Gastein durch das Land Salzburg sind nun dringend notwendige Sanierungsmaßnahmen erfolgt, um die desolaten Häuser vor eindringender Nässe zu schützen. Mit Ausnahme von kleineren Arbeiten seien die Objekte "soweit fit für den kommenden Winter", erklärte am Donnerstag Landeshauptmann Wilfried Haslauer (ÖVP).
 

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Bad Gastein: Drei Belle-Epoque-Häuser wurden "winterfit" saniert

Berlin (APA/Reuters) - Das deutsche Finanzministerium lehnt die Idee der EU-Kommission für eine neue Form von Staatsanleihen-Verbriefungen ab. "European Safe Bonds (ESB) führen in die falsche Richtung und können Finanzrisiken sogar verstärken", heißt es in einem am Donnerstag veröffentlichten Beitrag des Ministeriums-Chefökonomen Ludger Schuknecht und des Leiters der Abteilung für Finanzmarktpolitik, Levin Holle.
 

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Deutsches Finanzministerium gegen "Eurobond"-Verbriefungen