Digitales Ersatzteillager: Internorm druckt Material jetzt aus

Linz/Traun (APA) - Der Fensterhersteller Internorm aus Traun (Bezirk Linz-Land) hat begonnen, Ersatzteile einfach auszudrucken. Derzeit gebe es bei Internorm mehr als 30.000 aktive Teile und beinahe ebenso viele für den After-Sales-Bereich, erläuterte Miteigentümer und Unternehmenssprecher Christian Klinger in einer Pressekonferenz am Dienstag. Um diese große Zahl nicht lagern zu müssen, greife man zum 3-D-Druck.

Manche Teile, die bisher aus Metall waren, werden deshalb nun aus hartem Kunststoff gefertigt, da das Drucken von Metall noch problematisch sei. Ganze Fensterrahmen drucke man noch nicht, so Klinger. Er ist aber überzeugt, dass auch das in Zukunft möglich sein werde. Angesprochen auf eventuelle negative Auswirkungen der Digitalisierung auf den Mitarbeiterstand relativierte er diese Vision aber wieder etwas: Es mache ohnehin keinen Sinn, Standardprodukte für den Neubau auf der Baustelle auszudrucken, viel eher bringe das etwas bei "Spezialanfertigungen für Süditalien". Klinger erwartet allerdings mittelfristig eine "Bereinigung der Branche durch die Digitalisierung", wie er sagt. Daher will Internorm diesen Zug keinesfalls verpassen und setzt neben dem 3-D-Druck u.a. auch auf Virtual Reality in der Präsentation.

Der Umsatz des Unternehmens stieg 2017 um 3 Prozent auf 331 Mio. Euro. In Österreich, Deutschland, Frankreich sowie in Osteuropa lagen die Zuwachsraten beim Auftragseingang jeweils bei 3 bis 4 Prozent, in der Schweiz gab es ein Minus von 2 Prozent. Besonders gut (plus 10 Prozent) lief es in Italien, was allerdings auf eine Ende 2017 ausgelaufene Sonderförderung zurückzuführen sei. "Heuer wird es nicht so leicht, wieder 10 Prozent draufzulegen", so Geschäftsführer Johann Pichler, aber er erwarte dennoch wieder ein Plus in dem südlichen Nachbarland, was auch der "elitären Vertriebspartner-Struktur" dort zu verdanken sein werde.

Für Investitionen sind für 2018 rund 24 Mio. Euro eingeplant, das meiste fließt in den Ausbau der bestehenden Werke in Traun, Sarleinsbach und Lannach. 3 Mio. Euro sind auch für einen zweiten ESG-Ofen - der erste war 2015 in Betrieb genommen worden - reserviert. ESG (Einscheiben-Sicherheitsglas) ist ein Material, das bei 700 Grad thermisch behandelt wird und dann biegsam ist anstatt zu brechen. Die Nachfrage steige, bereits jedes vierte Fenster sei mit ESG ausgestattet, so die Firmenchefs.

Besonders stolz ist man bei Internorm darauf, dass man "zu 100 Prozent in Österreich" produziere, aber 55 Prozent in den Export gehen. Derzeit beschäftigt der Festerhersteller 1.850 Mitarbeiter in ganz Europa, gegenüber dem Jahr zuvor wurde die Belegschaft um 50 aufgestockt.

Wien (APA) - Die tschechische Sazka-Gruppe hat vom Bankhaus Schellhammer & Schattera Anteile an der Casinos Austria AG (CASAG) übernommen und ihre Beteiligung damit auf 38,29 Prozent aufgestockt. Der seit längerem bekannte Schritt sei formal abgeschlossen, teilte Sazka am Freitagnachmittag mit.
 

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Sazka hält nun 38,29 Prozent an Casinos Austria

Wien (APA) - Der "Kurier" nennt Details zum Abschlussbericht der "Soko Meinl" zu den Ermittlungen im Anlageskandal rund um die Meinl European Land (MEL) des Bankers Julius Meinl. "Vorbehaltlich gutachterlicher Feststellungen beträgt dem Verdacht nach der Schaden am effektiven Vermögen der Aktionäre (...) 1,69 Milliarden Euro", heißt es im Abschlussbericht, so "kurier.at" Freitagabend.
 

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Causa Meinl European Land - Anlegerschaden von 1,69 Mrd. Euro

London (APA/awp/sda) - Die Billigfluglinie Easyjet zeigt sich im Streit mit der Gewerkschaft SSP/VPOD gelassen. Man habe die Anliegen der Gewerkschaft zur Kenntnis genommen, teilte die Airline am Freitag als Reaktion auf ein Communiqué von deren Seite mit.
 

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Easyjet in Streit mit Gewerkschaft gelassen