Diesel-Nachrüstungsfonds - Kfz-Werkstätten angetan: Sind gern bereit

Wien (APA) - Überlegungen des Verkehrsministeriums zur Einrichtung eines Fonds für die Umrüstung alter Dieselautos mit neuen Abgasreinigungssystem werden von der Bundesinnung für Fahrzeugtechnik unterstützt. Damit könnte die Verunsicherung von Besitzern älterer Diesel "endlich beendet" werden. Skeptisch ist die Liste Pilz, die ein "Geschenk der Regierung an die Autoindustrie" auf Steuerkosten wittert.

Die Kfz-Techniker in den Mitgliedsbetrieben könnten eine solche Initiative schnell umsetzen, erklärte die Bundesinnung der Fahrzeugtechnik in der Wirtschaftskammer Österreich (WKÖ) am Dienstag in einer Aussendung: "Wir stehen gerne für Gespräche bereit, um die Umsetzung sinnvoll zu planen."

Liste-Pilz-Klubobmann Peter Kolba und Konsumentensprecher seiner Partei bezeichnete es als "ungeheuerlich, dass diese Regierung auch hier Konzerne fördern und Staatsbürger dafür zahlen lassen" wolle. Die Aufrüstung der Abgasreinigungssysteme sei eindeutig Aufgabe der Hersteller und müsse von diesen bezahlt werden. Die Autobranche habe jahrzehntelang - "möglicherweise in Form eines Kartells" - über die realen Abgaswerte getäuscht und solle nun dafür noch belohnt werden, so Kolba in einer Aussendung.

In der Dienstag-"Presse" hatte ein Sprecher von Verkehrsminister Norbert Hofer (FPÖ) erklärt, man diskutiere mit den Bundesländern Maßnahmen, um eine Reduktion der Abgase, wie im Klimaschutzprogramm vorgesehen, zu erreichen. Möglicherweise werde eine Maßnahme die Nachrüstung alter Dieselautos sein. Ein Fonds nach deutschem Vorbild sei "eine mögliche Variante, um finanzielle Anreize zu setzen". Zum Thema technische Nachrüstungen hatte das Magazin "Der Spiegel" von Überlegungen für einen deutschen Fonds berichtet, der mit 5 Mrd. Euro seitens der Autobauer und auch mit staatlichen Mittel bestückt werden solle.

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Kundl/Langkampfen/Basel (APA) - Der Novartis-Konzern investiert 200 Mio. Euro in die beiden Produktionsstandorte im Tiroler Schaftenau und in Kundl (beide Bezirk Kufstein). Dies gab das Unternehmen am Donnerstag bekannt. Daniel Palmacci, Leiter der Novartis Produktionsbetriebe in Österreich, bezeichnete dies als "ein starkes Bekenntnis" der Zentrale in Basel in die Kompetenz und Qualität der Standorte in Tirol.
 

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Novartis investiert 200 Mio. Euro in Tiroler Standorte