Dienstleistungsscheck etabliert sich langsam, aber stetig

Der Dienstleistungsscheck ist weiter im Aufwind, wenn auch nicht im Steilflug. Auch 2015 stiegen die Anzahl der ausgegebenen Schecks und der jährliche Gesamtwert. So wurden 2015 knapp 300.000 Dienstleistungsschecks in einem Gesamtwert von 7,8 Millionen Euro verkauft, teilte das Sozialministerium mit. Freilich steigt auch der Verwaltungsaufwand.

Sozialminister Alois Stöger (SPÖ) gab die jüngsten Zahlen in einer Beantwortung einer parlamentarischen Anfrage der Grünen preis. Die Zahl der verkauften Schecks hatten sie zwar nicht erfragt, auf der Homepage der Versicherungsanstalt für Eisenbahnen und Bergbau, die den Scheck administriert, werden aber "knapp 300.000" im Vorjahr genannt. Damit wurde der bisherige Rekord von 247.000 im Jahr 2014 eingestellt. Schecks im Gesamtwert von 7,6 Millionen wurden 2015 eingelöst.

Eingeführt wurde der Dienstleistungsscheck als Instrument zur Legalisierung von Arbeiten im Haushalt mit 2006. In seiner zehnjährigen Karriere hat sich seine Akzeptanz kontinuierlich gesteigert, allerdings nicht gerade in aufsehenerregenden Dimensionen. 2006 betrug der Gesamtwert 997.432 Euro. Fünf Jahre danach wurde die Möglichkeit eingeführt, den Scheck auch online (www.dienstleistungsscheck-online.at/) zu bestellen - 2011 wurden dann bereits rund 3,3 Millionen Euro erlöst.

Die Kosten für die Administration der Schecks werden vom Sozialressort getragen. Aktuelle Zahlen für 2015 gibt es noch nicht, da die Kostenrechnung erst im Mai vorliegen soll. Im Jahr 2014 wurden für die Verwaltung rund 680.000 Euro ausgegeben; 2006 waren es 442.000 Euro gewesen.

Bezahlt werden dürfen mit dem Scheck nur "einfache haushaltsnahe Arbeiten" in privaten Haushalten. Darunter wird z.B. "Unterstützung bei der Haushaltsführung", Reinigung, Kinderbeaufsichtigung oder einfache Gartenarbeit verstanden. Der Stundenlohn wird zwischen Dienstgeber und Arbeitnehmer selbstständig ausgehandelt, unter den Mindestlohn darf er aber nicht fallen.

Bei ein und dem selben Arbeitgeber ist eine Beschäftigung nur bis zur Geringfügigkeitsgrenze möglich. Die überschreiten laut Sozialministerium nicht besonders viele Arbeitnehmer: 8.698 Personen haben demnach im Vorjahr Schecks eingelöst, 100 Personen haben zumindest in einem Monat mehr als geringfügig verdient.

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Kundl/Langkampfen/Basel (APA) - Der Novartis-Konzern investiert 200 Mio. Euro in die beiden Produktionsstandorte im Tiroler Schaftenau und in Kundl (beide Bezirk Kufstein). Dies gab das Unternehmen am Donnerstag bekannt. Daniel Palmacci, Leiter der Novartis Produktionsbetriebe in Österreich, bezeichnete dies als "ein starkes Bekenntnis" der Zentrale in Basel in die Kompetenz und Qualität der Standorte in Tirol.
 

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