Deutschlands Produktion steigt wie seit Jahren nicht mehr

Berlin (APA/Reuters/AFP) - Die deutsche Wirtschaft hat Produktion und Exporte im November so kräftig gesteigert wie seit Jahren nicht mehr. Die Unternehmen stellten 3,4 Prozent mehr her als im Vormonat, wie das Wirtschaftsministerium am Dienstag in Berlin mitteilte. Das ist der kräftigste Anstieg seit mehr als acht Jahren. Das Plus fiel fast doppelt so stark aus wie von Ökonomen erwartet.

Die Exporte zogen sogar um 4,1 Prozent zum Vormonat an und damit mehr als dreimal so stark wie erwartet. "Das ist der kräftigste Zuwachs seit fast drei Jahren", betonte das Statistische Bundesamt am Dienstag. Im Vorjahresvergleich legten die Exporte um 8,2 Prozent. Insgesamt wurden Waren im Wert von 116,5 Mrd. Euro exportiert. Die Importe stiegen gegenüber dem Vorjahresmonat um 8,3 Prozent auf 92,8 Mrd. Euro.

Die Außenhandelsbilanz ergab im November einen Überschuss von 23,7 Mrd. Euro. Im November 2016 hatte der Außenhandelsüberschuss, für den Deutschland international in der Vergangenheit wiederholt kritisiert worden war, 22,0 Mrd. Euro betragen.

Besonders kräftig legten die Ausfuhren in die Eurozone zu, die um 9,1 Prozent im Vergleich zum Vorjahresmonat stiegen. Die Exporte in die EU wuchsen um acht Prozent, die in den Rest der Welt um 8,4 Prozent. "Die Weltwirtschaft liefert Impulse", sagte Commerzbank-Ökonom Christoph Weil. "Es gibt offenbar nichts, was die deutsche Konjunktur bremsen könnte."

Besonders die Hersteller von Investitionsgütern wie Maschinen, Anlagen und Fahrzeuge profitieren davon und fuhren ihre Produktion überdurchschnittlich kräftig hoch. "Die gute Entwicklung der Auftragseingänge sowie die optimistischen Geschäftserwartungen deuten für die kommenden Monate auf eine lebhafte Entwicklung der Industriekonjunktur hin", erklärte das Ministerium.

Volkswirte sind ähnlich zuversichtlich. "Aufgrund des hohen Auftragsbestandes wird die Produktion weiter unter Dampf bleiben", sagte der Chefvolkswirt des Bankhauses Lampe, Alexander Krüger. 2017 dürfte Europas größte Volkswirtschaft um etwa 2,4 Prozent gewachsen sein und damit so kräftig wie seit Jahren nicht mehr. Dazu veröffentlicht das Statistikamt am Donnerstag seine erste Schätzung.

Berlin (APA/Reuters) - Die Deutsche Bahn will angesichts ihrer Probleme bei Pünktlichkeit und Wartung der Fahrzeuge mehr Mitarbeiter als je zuvor einstellen. Auch 2019 sollten rund 20.000 neue Eisenbahner ins Unternehmen kommen, geht aus Konzernunterlagen hervor, die der Nachrichtenagentur Reuters am Mittwoch vorlagen. Zuletzt war von rund 15.000 die Rede.
 

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Deutsche Bahn will 2019 weitere 20.000 Mitarbeiter einstellen

Ingolstadt/Düsseldorf (APA/dpa) - Der für das Deutschlandgeschäft verantwortliche Geschäftsführer des Handelskonzerns MediaMarktSaturn, Wolfgang Kirsch, muss seinen Posten räumen. "Nach 25 Jahren bei MediaMarktSaturn hat Wolfgang Kirsch für sich erkannt, dass es jetzt an der Zeit ist zu gehen, um einer neuen Führung Raum zu geben", teilte der nun verbleibende Geschäftsführer, Ferran Reverter, am Mittwoch in Ingolstadt mit.
 

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Deutschlandchef von MediaMarktSaturn muss gehen

Wien (APA) - Die Österreichische Post AG setzt auf Kontinuität und hat erneut Georg Pölzl zum Vorsitzenden des Vorstands bestellt. Die aktuelle Funktionsperiode laufe noch bis Ende September 2019 und werde danach um drei Jahre verlängert, mit anschließender Verlängerungsoption um zwei weitere Jahre. Das wurde in der ordentlichen Sitzung des Aufsichtsrats beschlossen, teilte die Post heute, Mittwoch, mit.
 

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Georg Pölzl bleibt Chef der Österreichischen Post