Deutschland will Übernahmen durch ausländische Investoren erschweren

Berlin (APA/AFP) - Die deutsche Regierung will Übernahmen deutscher Firmen durch ausländische Investoren erschweren. "Es ist dringend notwendig, dass wir noch in diesem Jahr EU-weit ein schärferes gesetzliches Instrument an die Hand bekommen, um Übernahme-Fantasien sowie Technologie- und Know-how-Abfluss wirksam entgegenzutreten", sagte Wirtschaftsstaatssekretär Matthias Machnig der "Welt am Sonntag".

Es müsse möglich sein, "staatlich gelenkte, strategische Firmenübernahmen anderer Staaten" genauer zu prüfen und notfalls zu untersagen. Erst am Mittwoch hatte die Beratungsgesellschaft EY mitgeteilt, dass chinesische Investoren im vergangenen Jahr mit 13,7 Mrd. Dollar (11,1 Mrd. Euro) so viel Geld wie nie in deutsche Firmen steckten. Zugleich ging die Zahl der Firmenübernahmen zurück.

Wie die "Welt am Sonntag" zudem unter Berufung auf eine Untersuchung des Instituts der deutschen Wirtschaft (IW) berichtete, gaben die Chinesen noch vor sieben Jahren gerade einmal hundert Millionen Euro für Zukäufe in Deutschland aus.

Die EU sei "weltweit für viele attraktiv", sagte Staatssekretär Machnig der Zeitung. "Firmenübernahmen nehmen zu, leider oft unter marktverzerrenden Finanzierungsbedingungen." Deutschland habe daher mit Frankreich und Italien eine EU-Gesetzgebung angestoßen, um auch im Rahmen der EU ausländische Direktinvestitionen künftig genauer kontrollieren zu können, sagte er. Derzeit befinde sie sich im parlamentarischen Prozess.

Wien/Wels (APA) - Die Sporthandelskette Intersport hat im per Ende September abgelaufenen Geschäftsjahr 2017/18 das nach eigenen Angaben "erfolgreichste Jahr seiner Unternehmensgeschichte" hingelegt. Aufgrund zahlreicher Neueröffnungen und hoher Steigerungsraten in den Bereichen Ski, Rad sowie Outdoor stieg der Österreich-Umsatz um 14 Prozent auf 575 Mio. Euro, wie das Unternehmen am Montag bekanntgab.
 

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Intersport - Umsatzsprung dank Filialexpansion und hoher Nachfrage

Berlin/Istanbul (APA/AFP) - Wegen der unzureichenden Aufklärung des Mordes an dem Journalisten Jamal Khashoggi durch Saudi-Arabien hat die Bundesregierung die deutschen Rüstungsexporte in das Königreich komplett gestoppt. Ein Sprecher des deutschen Wirtschaftsministeriums sagte am Montag in Berlin, derzeit gebe es keine Ausfuhren von Deutschland nach Saudi-Arabien. Klar sei auch, dass derzeit keine Genehmigungen erteilt würden.
 

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Khashoggi - Deutschland stoppt Rüstungsexporte nach Saudi-Arabien

München (APA/dpa) - Ungeachtet politischer Spannungen nach der Tötung des saudischen Regimekritikers Jamal Khashoggi will Siemens-Chef Joe Kaeser nach Saudi-Arabien reisen. Dort will der Spitzenmanager an einer Konferenz des staatlichen Ölkonzerns Saudi Aramco teilnehmen. Darüber berichtete die "Süddeutsche Zeitung" (Montag).
 

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Siemens-Chef Kaeser will nach Saudi-Arabien reisen