Deutschland profitiert bei Steuern von hoher Beschäftigung

Berlin - Die Steuereinnahmen in Deutschland sind auch im Februar kräftig gestiegen. Nach Angaben des Bundesfinanzministeriums vom Montag flossen rund 48 Milliarden Euro in die Staatskassen und damit 5,0 Prozent mehr als im Vorjahresmonat.

Dank der guten Konjunktur und hohen Beschäftigung legte das Lohnsteueraufkommen um 3,5 Prozent auf 14 Milliarden Euro zu. Bei den Umsatzsteuern betrug der Zuwachs 2,1 Prozent auf 21,3 Milliarden Euro.

Das Ministerium wähnt die Konjunktur weiter im Aufwind. "Die deutsche Wirtschaft ist schwungvoll in das neue Jahr 2016 gestartet", heißt es in seinem Monatsbericht. So weitete die Industrie ihre Produktion im Jänner deutlich aus, während der private Konsum aufgrund von Rekordbeschäftigung und steigenden Löhnen eine wichtige Konjunkturstütze bleiben dürfte.

Dagegen werden von den Ausfuhren vorerst keine großen Impulse erwartet, vor allem wegen der mauen Weltkonjunktur. "Dämpfend auf die Exporte könnte zudem der nachlassende Effekt der Euro-Abwertung gewirkt haben, der im vergangenen Jahr die Exporte in Länder außerhalb des Euro-Raums zusätzlich begünstigt hatte", erklärte das Ministerium.

Das Essener RWI-Institut hatte deshalb seine Prognose für das Wachstum des deutschen Bruttoinlandsproduktes in diesem Jahr von 1,8 auf 1,4 Prozent gesenkt. Das Berliner DIW ging von 1,7 auf 1,6 Prozent zurück.

Der südafrikanische Steinhoff-Großaktionär Christo Wiese kappt nach seinem Rücktritt als Verwaltungsratschef weitere Verbindungen zu dem angeschlagenen Handelsriesen. Wiese sagte am Freitag den Verkauf der Einzelhandelskette Shoprite an Steinhoffs Afrika-Tochter STAR ohne Angabe von Gründen ab.
 

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Steinhoff-Großaktionär sagt Milliarden-Firmenverkauf ab

Der kriselnde Möbelhändler Steinhoff - Muttergesellschaft von Kika/Leiner - lässt seinen Ankündigungen Taten folgen und versilbert Anteile an der südafrikanischen Investmentgesellschaft PSG Group. So habe das Unternehmen 20,6 Millionen Aktien oder 9,5 Prozent der Anteile an PSG verkauft, teilte Steinhoff am Freitag mit.
 

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Steinhoff verkauft Anteile an südafrikanischer Investmentgesellschaft

Am Mittwoch ist die Air-Berlin-Tochter Niki pleitegegangen. Noch gibt es eine leise Hoffnung, die Firma zu erhalten. Unterdessen fischen Konkurrenten bereits nach den hoch qualifizierten Niki-Mitarbeitern. Und auch die Kunden können hoffen, dass sie nicht um ihr Geld umfallen. Die deutsche Regierung muss aber einen Teil ihres 150 Mio. Euro schweren Überbrückungskredits für Air Berlin abschreiben.
 

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Niki-Pleite - Chancen für Mitarbeiter und letzte Hoffnung für Firma