Deutschland: "Schwarze Null" laut Finanzministerium bereits 2014 erreicht

Berlin - Der Bund in Deutschland hat bereits 2014 keine neuen Schulden mehr machen müssen. Das bestätigte das Finanzministerium am Dienstag in Berlin. Ursprünglich hat die deutsche Bundesregierung das Erreichen der "schwarzen Null" erst für 2015 geplant.

Im Haushaltsplan 2014 war noch eine Neuverschuldung von 6,5 Milliarden Euro vorgesehen. Es hätten sich aber "höhere Steuereinnahmen von 2,6 Milliarden Euro, höhere Verwaltungseinnahmen von 2,9 Milliarden Euro und Minderausgaben von 1,0 Milliarden Euro" ergeben. "Damit hat der Bund im Haushalt 2014 keine neuen Schulden aufgenommen", teilte das Finanzministerium mit. Der strukturelle Überschuss des Bundes lag demnach bei 0,28 Prozent des Bruttoinlandsprodukts.

Im Dezember hatten die Betreiber von Atomkraftwerken allein rund 2,3 Milliarden Euro an den Bund überwiesen, nachdem der Bundesfinanzhof ihre Klagen gegen die Kernbrennstoffsteuer abgewiesen hatte. Deswegen war bereits mit einer deutlich geringeren Neuverschuldung für 2014 gerechnet worden.

Nach dem am Dienstag vom Finanzministerium offiziell veröffentlichten Budget-Abschluss 2014 musste Finanzminister Wolfgang Schäuble keine neuen Schulden machen, um die Bundesausgaben von 295,5 Milliarden Euro zu decken. 2015 peilt die Koalition ebenfalls einen ausgeglichenen Etat an.

Zuletzt war der Bundeshaushalt 1969 zwischen Einnahmen und Ausgaben ausgeglichen. Seitdem haben die Bundesregierungen fast 1300 Milliarden Euro Schulden aufgenommen. 2014 tilgte die Bundesregierung insgesamt Altschulden von 2,5 Milliarden Euro.

Möglich wurde die "schwarze Null" im Bundeshaushalt dem Ministerium zufolge durch 2,6 Milliarden Euro höhere Steuereinnahmen als erwartet. Auch die Verwaltungseinnahmen waren um 2,9 Milliarden Euro höher. Darin enthalten ist eine Einnahme von 2,3 Milliarden Euro aus der Kernbrennstoffsteuer. Diese hatten die Energieversorger zunächst wegen eines Rechtsstreits zurückerhalten, im Dezember dann aber doch zahlen müssen. Außerdem gab die Regierung unterm Strich eine Milliarde Euro weniger aus, vor allem wegen der aktuell niedrigen Zinsen.

Steyr Motors fährt in die Pleite - und will neu durchstarten

Bonität

Steyr Motors fährt in die Pleite - und will neu durchstarten

EZB-Chef Draghi: Über Reformen und das Ende von Anleihenkäufen

Wirtschaft

EZB-Chef Draghi: Über Reformen und das Ende von Anleihenkäufen

Kundl/Langkampfen/Basel (APA) - Der Novartis-Konzern investiert 200 Mio. Euro in die beiden Produktionsstandorte im Tiroler Schaftenau und in Kundl (beide Bezirk Kufstein). Dies gab das Unternehmen am Donnerstag bekannt. Daniel Palmacci, Leiter der Novartis Produktionsbetriebe in Österreich, bezeichnete dies als "ein starkes Bekenntnis" der Zentrale in Basel in die Kompetenz und Qualität der Standorte in Tirol.
 

Newsticker

Novartis investiert 200 Mio. Euro in Tiroler Standorte