Deutschland: Regierung will Arbeiten von zu Hause erleichtern

Berlin - Arbeitnehmer in Deutschland sollen künftig leichter auch von zu Hause etwa per Smartphone Arbeiten erledigen können. "Flexible Arbeitszeiten und Orientierung am Ergebnis können auch den Beschäftigten nutzen", sagte die deutsche Arbeitsministerin Andrea Nahles (SPD) am Mittwoch in Berlin.

"Wenn ein Mitarbeiter früher geht, um bei den Kindern zu sein, und abends auf dem Handy schnell noch eine dienstliche E-Mail erledigt, darf er laut dem Arbeitszeitgesetz morgens eigentlich nicht im Büro erscheinen", sagte sie.

Darauf habe sie ein Unternehmer hingewiesen - verbunden mit der Frage: "Ist das nicht ein Hemmschuh für flexible Arbeitszeiten?" Sie stimme da zu. "Wir brauchen einen klugen und fairen Rahmen, damit die Arbeitszeit im Lebenslauf atmen kann", forderte Nahles. "Wir brauchen also einen neuen Flexibilitätskompromiss." Ein Rückkehrrecht aus der Teilzeit solle ein Schritt in Richtung modernerer Arbeitszeitgestaltung sein. Auch wirksame Planung bleibe aber nötig.

Angesichts zunehmender Digitalisierung von Industrieproduktion und Dienstleistung schlug Nahles eine "Bundesagentur für Arbeit und Qualifizierung" vor. Die Bundesagentur könne Ansprechpartner sein, wenn es darum gehe, auf der Höhe der Zeit zu bleiben. "Es sind vor allem Geringqualifizierte, die vor Veränderungen stehen."

London (APA/Reuters/dpa) - Einen Tag nach dem von Konfrontation geprägten EU-Gipfel in Salzburg hat die britische Premierministerin Theresa May Härte demonstriert und von Brüssel neue Brexit-Vorschläge gefordert. Die Verhandlungen seien in einer Sackgasse. "Ich habe die EU immer mit Respekt behandelt. Großbritannien erwartet dasselbe", sagte May in ungewöhnlich scharfen Worten am Freitag in London.
 

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May demonstriert nach EU-Gipfel Härte in Brexit-Gesprächen

Wien/Stuttgart (APA) - "Wir müssen ein anderes Denken üben", so der Appell von Eckhard Minx, Zukunftsforscher und Vorstandssprecher der "Daimler und Benz Stiftung" beim heutigen "Deutsch-Österreichischen Technologieforum" in Wien. Die Menschen hätten das "Trugbild der Beständigkeit" im Kopf, dabei stehe die Gesellschaft vor einem grundsätzlichen Wandel. "Digitalisierung ist so was wie ein Tsunami", so Minx.
 

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Zukunftsforscher: "Digitalisierung ist so was wie ein Tsunami"

Wien (APA) - Zahlreiche Missstände hat der Rechnungshofbericht zur bereits aufgelösten Bundesanstalt für Verkehr (BAV) zutage gebracht. Nachdem der RH die Staatsanwaltschaft eingeschaltet hat, wird gegen drei Beschuldigte wegen Amtsmissbrauch und Untreueverdacht ermittelt. So sollen Millionen zu viel überwiesen worden sein, knapp 350.000 Euro ohne Gegenleistung gezahlt und Untersuchungsberichte nie veröffentlicht worden sein.
 

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Bundesanstalt für Verkehr: Amtsmissbrauch- und Untreueverdacht