Deutschland zahlt Millionen-Finanzhilfe an Airbus aus

Toulouse - Der Flugzeugbauer Airbus und die deutsche Regierung haben sich nach jahrelangem Streit über noch ausstehende Fördermittel für den neuen Großraumflieger A350 XWB geeinigt. Der Haushaltsausschuss des Bundestages gab am Mittwoch grünes Licht für die Auszahlung der letzten Rate des vereinbarten A350-Darlehens über 623 Mio. Euro, wie das Wirtschaftsministerium in Berlin mitteilte.

Airbus hatte im Sommer 2010 bereits 500 Mio. Euro bekommen. Danach gab es Ärger, weil der Bund unter anderem auf Arbeitsplatz-Zusagen an den deutschen Produktionsstandorten pochte. Die Rückzahlung des verzinslichen Darlehens für die Entwicklungskosten des Langstrecken-Flugzeugs sei abhängig von der Stückzahl, erklärte das Ministerium. Das Darlehen habe eine Laufzeit bis zum Jahr 2031 und gelte bis zur 1500. Auslieferung. Die erste A350-Maschine betreibt Qatar Airways.

Die Grünen zweifelten an, "dass die Firma Airbus, die zuletzt Gewinne gemacht hat, überhaupt ein Darlehen braucht". Außerdem wies die Opposition darauf hin, dass nicht garantiert werden könne, dass die Produktion in dem von Airbus versprochenen Umfang in Deutschland stattfinden werde.

Frankfurt/London/Brüssel (APA/Reuters) - Die Regierungskrise in Großbritannien hält Anleger von Engagements an den Aktienmärkten ab. Der Dax schloss am Freitag knapp im Minus mit 11.341 Punkten und auch der EuroStoxx50 gab auf 3184 Zähler nach. Auch die Wiener Börse hat knapp im Minus geschlossen. Der ATX fiel 1,01 Punkte oder 0,03 Prozent auf 3.134,10 Einheiten. Der US-Standardwerteindex Dow Jones kam ebenfalls kaum vom Fleck.
 

Newsticker

Brexit-Chaos macht Anlegern weiter zu schaffen

Washington (APA/Reuters) - Die US-Notenbank Fed steuert laut ihrem Vizechef Richard Clarida auf einen Zinssatz zu, der die Konjunktur weder hemmt noch fördert. Sich auf einem solchen "neutralen" Niveau zu bewegen, sei sinnvoll, sagte der Währungshüter am Freitag dem Sender CNBC. Er sei nicht der Meinung, dass die Erhöhungen der Fed zu weit gingen oder zu schnell vollzogen würden.
 

Newsticker

Vizechef der US-Notenbank für Zinserhöhungen mit Augenmaß

Rom (APA) - Der italienische Premier Giuseppe Conte plant ein Treffen mit EU-Kommissionspräsidenten Jean-Claude Juncker, um ihm zu erklären, warum Italien an seinem umstrittenen Haushaltsplan festhält. Anfang nächster Woche werde er Kontakt zu Juncker aufnehmen, berichtete Conte am Freitag im Gespräch mit Journalisten in Rom.
 

Newsticker

Italien-Budget: Conte plant nächste Woche Treffen mit Juncker