Deutschland fällt weiter hinter NATO-Ausgaben-Ziel zurück

Berlin (APA/Reuters) - Trotz eines steigenden Wehretats fällt Deutschland bei seinen Verteidigungsausgaben nach Berechnungen des BDI immer weiter hinter das Zwei-Prozent-Ziel der NATO zurück. Grund sei die sehr gute wirtschaftliche Entwicklung, erklärte der Bundesverband der Deutschen Industrie (BDI) am Freitag in Berlin.

Der Anteil der Verteidigungsausgaben am Bruttoinlandsprodukt liege deshalb für das Jahr 2017 nur noch bei 1,13 Prozent. Bei einer Schätzung im Sommer hatte die NATO dagegen noch mit 1,22 Prozent gerechnet.

Beim NATO-Gipfel 2014 in Wales hatten die Verbündeten das Ziel bekräftigt, ihre Verteidigungsausgaben bis 2024 auf zwei Prozent ihrer Wirtschaftsleistung zu steigern. Die Koppelung an das Bruttoinlandsprodukt bedeutet aber, dass sich das Ziel in realen Zahlen erhöht, je besser die Wirtschaft eines Landes läuft.

Auch die von Union und SPD in der Sondierung verabredete Erhöhung des Wehretats um zehn Milliarden Euro in der laufenden Legislaturperiode wird Deutschland auf dem Weg zum Zwei-Prozent-Ziel nach Einschätzung des BDI nicht weiterbringen. Der Anteil der Verteidigungsausgaben am Bruttoinlandsprodukt werde trotz dieser weiteren Aufstockung bis 2021 nicht steigen, erklärte der Industrieverband. "Im Gegenteil, bei sehr guter wirtschaftlicher Entwicklung droht der Anteil sogar weiter zu sinken." Eine schrittweise Annäherung an die NATO-Verpflichtung werde damit verfehlt.

Der Deutsche Bundestag debattiert am Vormittag auf Antrag der Linkspartei über das Zwei-Prozent-Ziel, das in der SPD umstritten ist. 2017 lag der Wehretat bei 37 Milliarden Euro.

Ingolstadt (APA/dpa/AFP) - Im Zuge der Abgasaffäre startet Autobauer Audi ab Mittwoch den ersten von insgesamt acht Rückrufen für Modelle mit V-TDI-Motoren in Deutschland. Das teilte die VW-Tochter am Montag in Ingolstadt mit. Das Kraftfahrt-Bundesamt (KBA) habe die dafür nötige Freigabe erteilt.
 

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Audi startet Rückruf von Diesel-Autos in Deutschland

Hamburg/Wolfsburg (APA/Reuters) - Volkswagen will beim Umstieg auf die Elektromobilität seine herausgehobene Position in der Autoindustrie behalten. "Wir werden günstiger sein als Tesla und wir haben dann die großen Skaleneffekte", sagte Konzernchef Herbert Diess der Branchenzeitung "Automotive News". Die Plattform sei "bereits für 50 Millionen Elektroautos gebucht, und wir haben Batterien für 50 Millionen Elektroautos beschafft".
 

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Volkswagen-Chef spricht von 50 Millionen Elektroautos

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