Deutschland: DGB-Chef zieht nach drei Monaten Mindestlohn zufriedene Bilanz

Berlin - Drei Monate nach Inkrafttreten des Mindestlohns hat der Vorsitzende des Deutschen Gewerkschaftsbundes (DGB), Reiner Hoffmann, eine positive Bilanz gezogen. "Der Mindestlohn hat sich bewährt" , sagte Hoffmann am Donnerstag im ZDF-"Morgenmagazin". "Endlich bekommen Menschen eine unterste Lohngrenze, die für eine soziale Marktwirtschaft einfach nur gerechtfertigt ist."

Drei Millionen Menschen profitierten vom Mindestlohn.

Gleichzeitig wies Hoffmann die anhaltende Kritik an der Arbeitszeiterfassung und an den Mindestlohnkontrollen zurück. Es sei "abstrus", dass die Erfassung der Arbeitszeiten gegenwärtig als Bürokratiemonster dargestellt werde. "Wie soll man ansonsten den Stundenlohn berechnen, wenn nicht ordentlich die Arbeitszeiten dokumentiert werden?"

Wer sich halbwegs in der Praxis auskenne, wisse, dass Arbeitnehmer auf sogenannten Arbeitszeiterfassungsbögen Anfang und Ende der Arbeitszeit aufschrieben. Er könne nicht nachvollziehen, "was daran bürokratisch sein soll", sagte der DGB-Chef.

Kontrollen seien erforderlich, damit sichergestellt werde, dass der Mindestlohn auch tatsächlich ausgezahlt werde, erläuterte Hoffmann. Dieser habe zudem für Arbeitgeber den Effekt, dass gleiche Wettbewerbsbedingungen für alle Unternehmen herrschten und "Lohnkonkurrenz nach unten" begrenzt werde. Dies werde von Arbeitgebern zum Beispiel in der Gastronomie durchaus auch als Vorteil gesehen. Deshalb unterstützten sie auch die Kontrollen.

Siemens liefert den ÖBB zur Verwendung ab 2022 neue Züge. Der Rahmenvertrag dazu war im Juli bekanntgeworden, nun sind alle Einspruchsfristen abgelaufen und der Deal ist fixiert. Bis zu 700 Waggons für die Personenbeförderung im Wert von bis zu 1,5 Mrd. Euro können die ÖBB in dem Vertrag abrufen. Gebaut werden die Wagen im Siemens-Werk in Wien.
 

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Neue Siemens Züge für ÖBB ab 2022 in Betrieb

Eine schwache Nachfrage nach Graphikkarten für die Erzeugung von Kryptowährungen wie Bitcoin stimmt den US-Konzern Nvidia vorsichtig. Der Umsatz im laufenden Quartal werde wohl bei 3,25 Mrd. Dollar (2,9 Mrd. Euro), plus/minus zwei Prozent, und damit unter den von Analysten im Schnitt geschätzten 3,34 Milliarden liegen, teilte das Unternehmen am Donnerstag mit.
 

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Chiphersteller Nvidia steigerte Umsatz

Mehr als 1.000 Mitarbeiter von Google haben in einem Brief Bedenken gegen die Rückkehr des Suchmaschinen-Giganten nach China angemeldet. Die zensierte Suchmaschine mit dem Projektnamen "Dragonfly" (Libelle) werfe "dringende moralische und ethische Fragen auf", zitierte das US-Portal "The Intercept" am Donnerstag aus dem Schreiben an die Konzernführung, in dem auch mehr Informationen zu den Plänen gefordert werden.
 

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Protestbrief: Mitarbeiter von Google hinterfragen China-Pläne