Deutschland: DGB-Chef zieht nach drei Monaten Mindestlohn zufriedene Bilanz

Berlin - Drei Monate nach Inkrafttreten des Mindestlohns hat der Vorsitzende des Deutschen Gewerkschaftsbundes (DGB), Reiner Hoffmann, eine positive Bilanz gezogen. "Der Mindestlohn hat sich bewährt" , sagte Hoffmann am Donnerstag im ZDF-"Morgenmagazin". "Endlich bekommen Menschen eine unterste Lohngrenze, die für eine soziale Marktwirtschaft einfach nur gerechtfertigt ist."

Drei Millionen Menschen profitierten vom Mindestlohn.

Gleichzeitig wies Hoffmann die anhaltende Kritik an der Arbeitszeiterfassung und an den Mindestlohnkontrollen zurück. Es sei "abstrus", dass die Erfassung der Arbeitszeiten gegenwärtig als Bürokratiemonster dargestellt werde. "Wie soll man ansonsten den Stundenlohn berechnen, wenn nicht ordentlich die Arbeitszeiten dokumentiert werden?"

Wer sich halbwegs in der Praxis auskenne, wisse, dass Arbeitnehmer auf sogenannten Arbeitszeiterfassungsbögen Anfang und Ende der Arbeitszeit aufschrieben. Er könne nicht nachvollziehen, "was daran bürokratisch sein soll", sagte der DGB-Chef.

Kontrollen seien erforderlich, damit sichergestellt werde, dass der Mindestlohn auch tatsächlich ausgezahlt werde, erläuterte Hoffmann. Dieser habe zudem für Arbeitgeber den Effekt, dass gleiche Wettbewerbsbedingungen für alle Unternehmen herrschten und "Lohnkonkurrenz nach unten" begrenzt werde. Dies werde von Arbeitgebern zum Beispiel in der Gastronomie durchaus auch als Vorteil gesehen. Deshalb unterstützten sie auch die Kontrollen.

München (APA/Reuters) - Siemens will beim Aufbau einer groß angelegten Produktion von Lithium-Ionen-Batterien in Europa helfen. Der deutsche Industriekonzern beteiligt sich mit 10 Millionen Euro an dem schwedischen Start-up-Unternehmen Northvolt, das dort in den nächsten Jahren eine Batteriefabrik bauen will, wie beide Firmen am Freitag in München mitteilten.
 

Newsticker

Siemens beteiligt sich an Bau von Batteriefabrik in Schweden

Stuttgart (APA/Reuters) - Daimler könnte vom Kraftfahrt-Bundesamt (KBA) nach einem Bericht des "Spiegel" zum Rückruf von mehr als 600.000 Dieselfahrzeugen verdonnert werden. Das KBA gehe dem Verdacht nach, dass bei diesen Modellen unzulässige Abschalteinrichtungen die Wirkung der Abgasreinigung manipulierten, berichtete das Magazin am Freitag.
 

Newsticker

Daimler droht Massenrückruf wegen Diesel

Wien/Sattledt (APA) - Der Diskonter Hofer plant in Maxglan in Salzburg den Bau seiner Osteuropa-Zentrale mit rund 350 Jobs im Endausbau, berichten die "Salzburger Nachrichten" am Freitag. Hintergrund für den Neubau sei, dass der derzeitige Hofer-Bürostandort mit 170 Mitarbeitern aus allen Nähten platze. Der neue Bürokomplex mit über 10.000 Quadratmetern Nutzfläche soll einen zweistelligen Millionenbetrag kosten.
 

Newsticker

Diskonter Hofer plant Osteuropa-Zentrale in Salzburg mit 350 Jobs