Deutschland: DGB-Chef zieht nach drei Monaten Mindestlohn zufriedene Bilanz

Berlin - Drei Monate nach Inkrafttreten des Mindestlohns hat der Vorsitzende des Deutschen Gewerkschaftsbundes (DGB), Reiner Hoffmann, eine positive Bilanz gezogen. "Der Mindestlohn hat sich bewährt" , sagte Hoffmann am Donnerstag im ZDF-"Morgenmagazin". "Endlich bekommen Menschen eine unterste Lohngrenze, die für eine soziale Marktwirtschaft einfach nur gerechtfertigt ist."

Drei Millionen Menschen profitierten vom Mindestlohn.

Gleichzeitig wies Hoffmann die anhaltende Kritik an der Arbeitszeiterfassung und an den Mindestlohnkontrollen zurück. Es sei "abstrus", dass die Erfassung der Arbeitszeiten gegenwärtig als Bürokratiemonster dargestellt werde. "Wie soll man ansonsten den Stundenlohn berechnen, wenn nicht ordentlich die Arbeitszeiten dokumentiert werden?"

Wer sich halbwegs in der Praxis auskenne, wisse, dass Arbeitnehmer auf sogenannten Arbeitszeiterfassungsbögen Anfang und Ende der Arbeitszeit aufschrieben. Er könne nicht nachvollziehen, "was daran bürokratisch sein soll", sagte der DGB-Chef.

Kontrollen seien erforderlich, damit sichergestellt werde, dass der Mindestlohn auch tatsächlich ausgezahlt werde, erläuterte Hoffmann. Dieser habe zudem für Arbeitgeber den Effekt, dass gleiche Wettbewerbsbedingungen für alle Unternehmen herrschten und "Lohnkonkurrenz nach unten" begrenzt werde. Dies werde von Arbeitgebern zum Beispiel in der Gastronomie durchaus auch als Vorteil gesehen. Deshalb unterstützten sie auch die Kontrollen.

Mannheim (APA/Reuters) - Das Debakel beim angeschlagenen deutschen Industriedienstleister Bilfinger hat ein Nachspiel für den früheren Vorstandschef und hessischen Ex-Ministerpräsidenten Roland Koch. Der Mannheimer Industriedienstleister, unter Kochs Führung vor rund fünf Jahren in die Krise gestürzt, wolle nach einem Beschluss des Aufsichtsrats von allen Vorständen der Jahre 2006 bis 2015 Schadenersatz einfordern.
 

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Bilfinger zieht Ex-Vorstandschef Koch zur Rechenschaft

München (APA/AFP) - Hardware-Nachrüstungen von Dieselautos sind nach Einschätzung des ADAC möglich und "hochwirksam". Wie der Autoklub am Dienstag mitteilte, lässt sich nach neuen Messungen innerorts bei günstigen Fahr- und Temperaturbedingungen eine Reduktion der Stickoxid-Emissionen um bis zu 70 Prozent an diesen Fahrzeugen erreichen. Außerorts sind es demnach sogar bis zu 90 Prozent.
 

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ADAC: Hardware-Nachrüstungen von Dieselautos möglich und hochwirksam

Schweizer Skimode-Label Zimtstern schwingt von der Piste ab

Wirtschaft

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