Deutschland: Unerwartet viele arbeiten unterhalb des Mindestlohns

München (APA/AFP) - In Deutschland haben in den vergangenen Jahren mehr Menschen unterhalb des Mindestlohns gearbeitet als bisher bekannt. Wie die "Süddeutsche Zeitung" (SZ) am Mittwoch unter Berufung auf eine Studie des Deutschen Instituts für Wirtschaftsforschung (DIW) berichtete, wurden nach der Einführung des Mindestlohns 2015 rund 2,1 Millionen Beschäftigte schlechter bezahlt als 8,50 Euro pro Stunde.

Im ersten Halbjahr 2016 waren es demnach 1,8 Millionen Menschen, die trotz Anspruchs keinen Mindestlohn bekamen.

Die Mindestlohnkommission der Regierung habe indes angegeben, dass 2015 nur etwa 1,4 Millionen Menschen unter der Schwelle gearbeitet hätten, hieß es. Studienautor Jürgen Schupp sagte der "SZ" zu der Differenz, die Kommission habe sich auf Angaben der Betriebe gestützt, das DIW aber die Beschäftigten im Rahmen des sozio-ökonomischen Panels selbst befragt.

Dem Institut zufolge ergeben sich aus Angaben zu tatsächlichen Arbeitszeiten, die nicht vertraglich festgehalten sind, noch andere Zahlen: Demnach arbeiteten im Jahr 2016 etwa 2,6 Millionen Erwerbstätige unter dem Mindestlohn. Jeder fünfte Befragte gab zudem an, dass er selbst oder jemand in seinem Umfeld erlebt habe, wie Betriebe den Mindestlohn umgingen. Der Mindestlohn war Anfang 2015 in Deutschland eingeführt worden. Mittlerweile beläuft er sich auf 8,84 Euro.

Wien (APA) - 2017 haben die Lebensmittelaufsichtsbehörden 28.026 Proben untersucht. Bei 82,5 Prozent davon gab es keinen Grund zur Beanstandung. Das entspricht einer Verschlechterung im Vergleich zu den 83,1 Prozent von 26.844 Proben im Vorjahr. 117 Proben wurden als gesundheitsschädlich beurteilt, 2016 waren es 145. Das geht aus dem Lebensmittelsicherheitsbericht 2017 des Gesundheitsministeriums hervor.
 

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Lebensmittelsicherheitsbericht 2017: Mehr Beanstandungen als 2016

London (APA/dpa) - Arbeitnehmer aus EU-Staaten müssen womöglich in Zukunft hohe Hürden bei einer Einwanderung nach Großbritannien überwinden. Sie sollten nach dem Brexit denselben Einwanderungsregeln unterliegen wie Migranten von außerhalb der Europäischen Union, empfahl eine von der britischen Regierung in Auftrag gegebene Studie. Experten stellten die Ergebnisse am Dienstag in London vor.
 

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Experten raten London zu harter Linie gegen EU-Migranten nach Brexit

Ratingen/Hongkong (APA/dpa) - Der Modekonzern Esprit will wegen tiefroter Zahlen seine Kosten deutlich senken. Im zurückliegenden Geschäftsjahr 2017/18, das am 30. Juni endete, hatte das Unternehmen mit Firmensitz im deutschen Ratingen und Börsennotierung in Hongkong einen Nettoverlust von rund 2,5 Milliarden Hongkong Dollar (rund 270 Mio Euro) angehäuft, wie das Unternehmen am Dienstag in Hongkong mitteilte.
 

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Rote Zahlen - Modekonzern Esprit will Kosten senken