Deutschland: Unerwartet viele arbeiten unterhalb des Mindestlohns

München (APA/AFP) - In Deutschland haben in den vergangenen Jahren mehr Menschen unterhalb des Mindestlohns gearbeitet als bisher bekannt. Wie die "Süddeutsche Zeitung" (SZ) am Mittwoch unter Berufung auf eine Studie des Deutschen Instituts für Wirtschaftsforschung (DIW) berichtete, wurden nach der Einführung des Mindestlohns 2015 rund 2,1 Millionen Beschäftigte schlechter bezahlt als 8,50 Euro pro Stunde.

Im ersten Halbjahr 2016 waren es demnach 1,8 Millionen Menschen, die trotz Anspruchs keinen Mindestlohn bekamen.

Die Mindestlohnkommission der Regierung habe indes angegeben, dass 2015 nur etwa 1,4 Millionen Menschen unter der Schwelle gearbeitet hätten, hieß es. Studienautor Jürgen Schupp sagte der "SZ" zu der Differenz, die Kommission habe sich auf Angaben der Betriebe gestützt, das DIW aber die Beschäftigten im Rahmen des sozio-ökonomischen Panels selbst befragt.

Dem Institut zufolge ergeben sich aus Angaben zu tatsächlichen Arbeitszeiten, die nicht vertraglich festgehalten sind, noch andere Zahlen: Demnach arbeiteten im Jahr 2016 etwa 2,6 Millionen Erwerbstätige unter dem Mindestlohn. Jeder fünfte Befragte gab zudem an, dass er selbst oder jemand in seinem Umfeld erlebt habe, wie Betriebe den Mindestlohn umgingen. Der Mindestlohn war Anfang 2015 in Deutschland eingeführt worden. Mittlerweile beläuft er sich auf 8,84 Euro.

Der südafrikanische Steinhoff-Großaktionär Christo Wiese kappt nach seinem Rücktritt als Verwaltungsratschef weitere Verbindungen zu dem angeschlagenen Handelsriesen. Wiese sagte am Freitag den Verkauf der Einzelhandelskette Shoprite an Steinhoffs Afrika-Tochter STAR ohne Angabe von Gründen ab.
 

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Steinhoff-Großaktionär sagt Milliarden-Firmenverkauf ab

Der kriselnde Möbelhändler Steinhoff - Muttergesellschaft von Kika/Leiner - lässt seinen Ankündigungen Taten folgen und versilbert Anteile an der südafrikanischen Investmentgesellschaft PSG Group. So habe das Unternehmen 20,6 Millionen Aktien oder 9,5 Prozent der Anteile an PSG verkauft, teilte Steinhoff am Freitag mit.
 

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Steinhoff verkauft Anteile an südafrikanischer Investmentgesellschaft

Am Mittwoch ist die Air-Berlin-Tochter Niki pleitegegangen. Noch gibt es eine leise Hoffnung, die Firma zu erhalten. Unterdessen fischen Konkurrenten bereits nach den hoch qualifizierten Niki-Mitarbeitern. Und auch die Kunden können hoffen, dass sie nicht um ihr Geld umfallen. Die deutsche Regierung muss aber einen Teil ihres 150 Mio. Euro schweren Überbrückungskredits für Air Berlin abschreiben.
 

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Niki-Pleite - Chancen für Mitarbeiter und letzte Hoffnung für Firma