Deutsches Konsumklima so gut wie seit 13 Jahren nicht mehr

In Deutschland sitzt den Verbrauchern das Geld so locker wie seit vielen Jahren nicht mehr. Das entsprechende Konsum-Barometer für April steigt gegenüber dem Vormonat von 9,7 auf 10,0 Zähler, wie die Nürnberger Marktforscher der GfK am Donnerstag prognostizierten. Das ist der höchste Wert seit mehr als 13 Jahren.

Die Bereitschaft, sich teure Güter wie Autos oder Möbel zu kaufen, ist dabei so stark ausgeprägt wie seit fast zehn Jahren nicht mehr. Gute Perspektiven am Arbeitsmarkt, die Aussicht auf steigende Gehälter und niedrige Energiekosten heben die Kauflaune, sagte GfK-Experte Rolf Bürkl.

Die Nürnberger Forscher fragen Monat für Monat 2.000 Verbraucher, ob sie es derzeit für ratsam halten, größere Käufe zu tätigen. Das entsprechende Stimmungsbarometer stieg bereits das sechste Mal in Folge und kratzt an der im Herbst 2006 erreichten Rekordmarke. Laut GfK fördert auch die Europäische Zentralbank (EZB) mit ihrer Nullzinspolitik zumindest indirekt die Konsumfreude der Deutschen: "Die Alternative - das Sparen - ist derzeit wenig attraktiv", so Bürkl.

Zudem könnten die Verbraucher auf deutliche Lohnzuwächse hoffen: "Und dieser Optimismus ist nicht unbegründet", sagt Bürkl. Die ersten Tarifabschlüsse in der Metall- und Elektroindustrie in Höhe von 3,4 Prozent haben demnach eine "gewisse Signalfunktion" für andere Branchen. Dabei passt es ins Bild, dass den Verbrauchern auch die Konjunkturaussichten immer rosiger erscheinen. Das entsprechende Barometer gewinnt 9,6 Punkte auf 36,8 Zähler - der vierte Anstieg in Folge.

Auf einen Aufschwung deutet auch der Ifo-Index hin: Das wichtigste deutsche Konjunkturbarometer kletterte im März bereits den fünften Monat in Folge.

Paris (APA/AFP) - Die L'Oreal-Erbin Liliane Bettencourt ist im Alter von 94 Jahren gestorben. Das teilte am Donnerstag die Tochter der Multi-Milliardärin mit, deren Finanzaffären jahrelang Frankreich und die Anhänger des früheren Präsidenten Nicolas Sarkozy in Atem gehalten hatten. Bettencourt starb demnach "friedlich" zu Hause.
 

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L'Oreal-Milliardärin Liliane Bettencourt ist tot

London (APA/AFP) - Vor einer Grundsatzrede der britischen Premierministerin Theresa May zum Brexit hat die EU den Druck auf London erhöht. Er halte eine rasche Einigung über den Rückzug Großbritanniens aus der Europäischen Union noch für möglich, sagte EU-Chefunterhändler Michel Barnier am Donnerstag in Rom. Dafür müsse London aber "ab nächster Woche" konkrete Vorschläge vorlegen.
 

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EU erhöht Druck auf London vor nächster Brexit-Verhandlungsrunde

Washington (APA/AFP) - Mercedes weitet seine Produktion in den USA deutlich aus. Zusätzlich eine Mrd. Dollar (832,85 Mio. Euro) soll in den Standort im Südstaat Alabama investiert werden, teilte der Autobauer am Donnerstag anlässlich der Feier zum 20. Jahrestag des Produktionsbeginns in dem Werk in Tuscaloosa mit. Das Werk wird unter anderem auch vom heimischen Stahl- und Technologiekonzern voestalpine beliefert.
 

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Mercedes investiert eine Milliarde Dollar in US-Standort