Deutsches Kartellamt verhängte 2017 Bußgelder von 66 Mio. Euro

Bonn (APA/AFP) - Das deutsche Bundeskartellamt hat im vergangenen Jahr Bußgelder in Höhe von rund 66 Millionen Euro gegen insgesamt 18 Unternehmen verhängt. Abgeschlossen wurden unter anderem Ermittlungen gegen Hersteller von Industriebatterien, Hafenschlepper und Automobilzulieferer, wie das Amt am Montag in Bonn mitteilte. "Die Kartellverfolgung ist Kern unserer Arbeit", erklärte Behördenchef Andreas Mundt.

Im Jahr 2016 waren die verhängten Strafen laut dem am Montag veröffentlichten Jahresbericht mit 124,6 Mio. Euro gegen 24 Firmen deutlich höher. Einen großen Anteil machten damals Strafen im Zusammenhang mit dem Bierkartell aus.

Im laufenden Jahr verhängte das Kartellamt bereits Geldstrafen in Höhe von 273 Mio. Euro gegen insgesamt 17 Unternehmen, wie Mundt betonte. Darunter seien erste Bußgelder in Verfahren gegen Edelstahlhersteller und gegen Gebäudeausrüster.

In ihrem Jahresbericht geht die Behörde auch auf die Herausforderungen durch die zunehmende Digitalisierung ein. Mit der zunehmenden Bedeutung großer Internetplattformen gingen "neue und veränderte kartellrechtliche und ökonomische Fragestellungen einher", erklärte Mundt. Derzeit liefen unter anderem ein Verfahren gegen Facebook sowie Sektoruntersuchungen zu Online-Werbung und Vergleichsportalen.

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Kundl/Langkampfen/Basel (APA) - Der Novartis-Konzern investiert 200 Mio. Euro in die beiden Produktionsstandorte im Tiroler Schaftenau und in Kundl (beide Bezirk Kufstein). Dies gab das Unternehmen am Donnerstag bekannt. Daniel Palmacci, Leiter der Novartis Produktionsbetriebe in Österreich, bezeichnete dies als "ein starkes Bekenntnis" der Zentrale in Basel in die Kompetenz und Qualität der Standorte in Tirol.
 

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Novartis investiert 200 Mio. Euro in Tiroler Standorte