Deutsches Kartellamt behält Internet-Unternehmen im Visier

Bonn (APA/Reuters) - Das deutsche Bundeskartellamt will Internet-Riesen weiter genau auf die Finger schauen. "Unser Hauptaugenmerk gilt dem Schutz des Wettbewerbs in der Digitalwirtschaft", sagte Kartellamtschef Andreas Mundt am Montag in Bonn. Die Behörde ziele darauf ab, Märkte offen zu halten und die Interessen der Verbraucher zu schützen.

Das Kartellamt hatte zahlreiche Verfahren in dem Wachstumsmarkt angestrengt, unter anderem untersucht die Behörde, ob Facebook seine Marktmacht missbraucht. Auch Amazon weckt das Interesse der Wettbewerbshüter - sie wollen untersuchen, ob der Online-Händler auf seiner Plattform den Wettbewerb anderer Händler behindert. Zudem beleuchtet die Behörde den Umgang von Herstellern von Smart-TVs mit den Nutzerdaten sowie den Markt für Online-Werbung. "Das Amt deckt mit seinen Verfahren und Untersuchungen zentrale wettbewerbliche Themen aus der Digitalwirtschaft ab", bilanzierte Mundt.

Auch die Europäische Kommission, die mit der Bonner Behörde zusammenarbeitet, ist in der boomenden Branche unterwegs. Sie hatte jüngst Google zu einer Rekord-Kartellstrafe von 4,3 Mrd. Euro verdonnert. "Die Wettbewerbsbehörden in Europa sind gemeinsam dabei, Pflöcke einzuschlagen, die der digitalen Wirtschaft Leitplanken einziehen werden", sagte Mundt.

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Kundl/Langkampfen/Basel (APA) - Der Novartis-Konzern investiert 200 Mio. Euro in die beiden Produktionsstandorte im Tiroler Schaftenau und in Kundl (beide Bezirk Kufstein). Dies gab das Unternehmen am Donnerstag bekannt. Daniel Palmacci, Leiter der Novartis Produktionsbetriebe in Österreich, bezeichnete dies als "ein starkes Bekenntnis" der Zentrale in Basel in die Kompetenz und Qualität der Standorte in Tirol.
 

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Novartis investiert 200 Mio. Euro in Tiroler Standorte