Deutsches Geschäftsklima aufgehellt - Index klettert auf Rekordwert

Berlin/München (APA/Reuters) - Die Stimmung in den Chefetagen deutscher Firmen ist trotz des Hickhacks um eine Regierungsbildung so gut wie noch nie. Der Geschäftsklimaindex stieg im November überraschend auf den Rekordwert von 117,5 Zählern, nach 116,8 Punkten im Vormonat, wie das Münchner Ifo-Institut am Freitag zu seiner Umfrage unter 7.000 Managern mitteilte.

Ökonomen hatten einen leichten Rückgang auf 116,6 Punkte erwartet. "Die Stimmung in den deutschen Chefetagen ist hervorragend", sagte Ifo-Präsident Clemens Fuest. "Die deutsche Wirtschaft steuert auf eine Hochkonjunktur zu." Die Manager beurteilten ihre Geschäftslage etwas schlechter, die Aussichten für die kommenden sechs Monate dagegen besser als zuletzt.

Das Ifo-Institut hat gerade erst seine Prognose für das Wirtschaftswachstum in Deutschland 2017 von 1,9 auf 2,3 Prozent erhöht. Auch im kommenden Jahr soll eine Zwei vor dem Komma stehen. Die Exporteure profitieren derzeit vom anziehenden Welthandel und dem Aufschwung in der Eurozone, während die Unternehmen zuletzt deutlich mehr investierten. Auch der private Konsum dürfte angesichts von Rekordbeschäftigung, steigenden Löhnen und vergleichsweise geringer Inflation eine Konjunkturstütze bleiben.

Ratingen/Hongkong (APA/dpa) - Der Modekonzern Esprit will wegen tiefroter Zahlen seine Kosten deutlich senken. Im zurückliegenden Geschäftsjahr 2017/18, das am 30. Juni endete, hatte das Unternehmen mit Firmensitz im deutschen Ratingen und Börsennotierung in Hongkong einen Nettoverlust von rund 2,5 Milliarden Hongkong Dollar (rund 270 Mio Euro) angehäuft, wie das Unternehmen am Dienstag in Hongkong mitteilte.
 

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Rote Zahlen - Modekonzern Esprit will Kosten senken

Los Gatos/Berlin (APA/dpa-AFX) - Der Chef des Medienkonzerns Axel Springer, Mathias Döpfner, zieht in den Verwaltungsrat des Videostreamingdienstes Netflix ein. Die US-Firma erhoffe sich davon "wertvolle Perspektiven und wichtige Einblicke für den Ausbau und die kontinuierliche Verbesserung unseres weltweiten Angebots", erklärte Gründer und Chef Reed Hastings am Dienstag.
 

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Springer-Chef kommt in Netflix-Verwaltungsrat

Wien (APA) - Grenzüberschreitender Sozialbetrug am Bau ist gang und gäbe. Dem wollen die europäischen Gewerkschaften nun mittels Wettbewerbsbeschwerde in Brüssel einen Riegel vorschieben - zumindest bei der Entsendung von Arbeitskräften innerhalb der EU soll es fairer zugehen. Die Europäische Föderation der Bau- und Holzarbeiter hat heute eine Wettbewerbsbeschwerde an die Europäische Kommission abgeschickt.
 

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Europäische Baugewerkschafter legten bei EU Wettbewerbsbeschwerde ein