Deutsches Finanzministerium gegen "Eurobond"-Verbriefungen

Berlin (APA/Reuters) - Das deutsche Finanzministerium lehnt die Idee der EU-Kommission für eine neue Form von Staatsanleihen-Verbriefungen ab. "European Safe Bonds (ESB) führen in die falsche Richtung und können Finanzrisiken sogar verstärken", heißt es in einem am Donnerstag veröffentlichten Beitrag des Ministeriums-Chefökonomen Ludger Schuknecht und des Leiters der Abteilung für Finanzmarktpolitik, Levin Holle.

Die EU-Kommission will am 6. Dezember Vorschläge zur Vertiefung der Währungsunion machen und dürfte dabei auch erneut ESB als eine der Ideen präsentieren. Früheren Aussagen der Brüsseler Behörde zufolge soll mit der Bündelung von Staatsanleihen aus Euro-Ländern keine gemeinsame Haftung der Staaten verbunden sein, wie es bei Eurobonds der Fall wäre.

Nach Ansicht der Ministeriums-Experten sind solche "Esbies" ein "reines Schönwetterkonstrukt" und würden in Krisenzeiten nicht als sicherer Hafen dienen. "Der Staat mit der schwächsten öffentlichen Finanzlage dürfte das Rating des gesamten Pools bestimmen", bemängeln die Autoren. In Krisenzeiten würde die Nachfrage nach riskanteren Junior-Bonds vielmehr versiegen, die eine der beiden Elemente der ESB sein sollen. Ohne diese Nachfrage könnten aber die als Sicherheit dienenden Senioranleihen nicht mehr generiert werden und mehr nationale Staatsanleihen müssten am Markt platziert werden, der aber ohnehin schon unter Druck stehe.

Zudem würden die ESB das Gegenteil ihres eigentlichen Ziels erreichen, nämlich weniger sichere Anlagen, als es derzeit mit einer angemessenen Menge an Staatsanleihen einzelner, bonitätsstarker Länder der Fall sei. Zu den Ländern mit einer Top-Bonität in der Eurozone gehört Deutschland, das seine Anleihen derzeit besonders günstig am Markt platzieren kann.

Das Finanzministerium argumentiert zudem gegen ESB, weil durch die dafür nötige Zweckgesellschaft ein weitere Akteur auftreten würde, der zu mehr Komplexität sowie höheren Risiken und Kosten an den Anleihemärkten führe. Auch eventuelle regulatorische Privilegien für die neuen Instrumente gegenüber gewöhnlichen Staatsanleihen sehen die Autoren kritisch. Sie plädieren stattdessen für eine neue Risikogewichtung von Staatsanleihen in Bankbilanzen und eine solide Haushaltspolitik der Länder.

Paris (APA/AFP) - Unter Präsident Emmanuel Macron ist Frankreich für deutsche Unternehmen wieder deutlich attraktiver geworden: 90 Prozent der deutschen Firmen in Frankreich bewerten die Wirtschaftslage derzeit als gut oder zufriedenstellend - mehr als doppelt so viele wie vor zwei Jahren, wie es in einer am Freitag in Paris veröffentlichten Studie der Deutsch-Französischen Industrie- und Handelskammer heißt.
 

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Deutsche Unternehmen finden Frankreich wieder attraktiv

London (APA/Reuters) - Der Haushaltsstreit von Italien mit der EU-Kommission bremst am Geldmarkt die Spekulationen auf eine EZB-Zinserhöhung. Mittlerweile wird erst für Oktober 2019 damit gerechnet, dass die Europäische Zentralbank (EZB) einen ihrer Schlüsselzinsen anhebt. Die Chancen für einen Schritt um zehn Basispunkte bereits im September 2019 werden dagegen inzwischen als deutlich niedriger angesehen.
 

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Erster EZB-Zinsschritt 2019 wegen Italien-Streits später erwartet

Bangalore/Santa Clara (Kalifornien) (APA/Reuters) - Der Chiphersteller Micron Technology Inc kauft seinem Partner Intel dessen Anteil an dem Gemeinschaftsunternehmen IM Flash Technologies ab. Dafür lege Micron Techology rund 1,5 Milliarden Dollar (1,30 Mrd. Euro) in bar auf den Tisch, teilte das US-Unternehmen am Donnerstag mit.
 

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Micron kauft Intel-Anteil an Joint-Venture IM Flash Technologies