Deutscher ZEW-Konjunkturindex sank im April überraschend

Mannheim/Berlin - Börsenprofis blicken überraschend mit weniger Zuversicht auf die deutsche Wirtschaft. Das Barometer für die Konjunkturerwartungen sank im April um 1,5 auf 53,3 Punkte, wie das Zentrum für Europäische Wirtschaftsforschung (ZEW) heute, Dienstag, zu seiner Umfrage unter 238 Anlegern und Analysten mitteilte.

Dies ist der erste Rückgang nach fünf Anstiegen in Folge. Ökonomen hatten mit einem Zuwachs auf 55,3 Zähler gerechnet.

"Die derzeitige Schwächephase der Weltkonjunktur dämpft die Exportaussichten und reduziert den Spielraum für weitere Verbesserungen der wirtschaftlichen Lage in Deutschland", sagte ZEW-Präsident Clemens Fuest. Die Konjunktur entwickle sich aber gut. "Ein stabiler Arbeitsmarkt und steigende Löhne stärken das Verbrauchervertrauen und treiben den Konsum in die Höhe."

Die Börsianer bewerteten die Lage besser als zuletzt. Dieses Barometer stieg um 15,1 auf 70,2 Zähler und erreichte den höchsten Stand seit Sommer 2011. Hier waren 56,0 Punkte vorhergesagt worden.

Viele Ökonomen haben wegen des schwachen Euro, der niedrigen Inflation und der Rekordbeschäftigung ihre Prognosen für Europas größte Volkswirtschaft zuletzt merklich angehoben. Die führenden Forschungsinstitute etwa erhöhten ihre Wachstumsschätzung für 2015 auf 2,1 von 1,2 Prozent.

Der südafrikanische Steinhoff-Großaktionär Christo Wiese kappt nach seinem Rücktritt als Verwaltungsratschef weitere Verbindungen zu dem angeschlagenen Handelsriesen. Wiese sagte am Freitag den Verkauf der Einzelhandelskette Shoprite an Steinhoffs Afrika-Tochter STAR ohne Angabe von Gründen ab.
 

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Steinhoff-Großaktionär sagt Milliarden-Firmenverkauf ab

Der kriselnde Möbelhändler Steinhoff - Muttergesellschaft von Kika/Leiner - lässt seinen Ankündigungen Taten folgen und versilbert Anteile an der südafrikanischen Investmentgesellschaft PSG Group. So habe das Unternehmen 20,6 Millionen Aktien oder 9,5 Prozent der Anteile an PSG verkauft, teilte Steinhoff am Freitag mit.
 

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Steinhoff verkauft Anteile an südafrikanischer Investmentgesellschaft

Am Mittwoch ist die Air-Berlin-Tochter Niki pleitegegangen. Noch gibt es eine leise Hoffnung, die Firma zu erhalten. Unterdessen fischen Konkurrenten bereits nach den hoch qualifizierten Niki-Mitarbeitern. Und auch die Kunden können hoffen, dass sie nicht um ihr Geld umfallen. Die deutsche Regierung muss aber einen Teil ihres 150 Mio. Euro schweren Überbrückungskredits für Air Berlin abschreiben.
 

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Niki-Pleite - Chancen für Mitarbeiter und letzte Hoffnung für Firma