Deutscher Windanlagenbauer Senvion wagt sich nun doch an die Börse

München - Der Hamburger Windanlagenbauer Senvion wagt nur wenige Tage nach der Absage seines Börsengangs einen neuen Anlauf. Die Eigentümer der früheren REpower wollen im Rahmen einer Privatplatzierung bis zu 18,7 Mio. Aktien an Investoren verkaufen, wie Senvion am Montag mitteilte. Der Emissionspreis, der zwischen 15,50 und 17,00 Euro je Aktie liegen soll, wird bereits am Dienstag festgelegt.

Das Debüt an der Frankfurter Börse will das im Besitz von Finanzinvestoren Centerbridge und Arpwood stehende Unternehmen am Mittwoch feiern. Mit dem Börsengang könnten die Finanzinvestoren bis zu 318 Mio. Euro einsammeln.

Senvion wollte ursprünglich bereits vergangenen Freitag an die Börse gehen, hatte das Vorhaben aber wegen der "jüngsten Volatilität an den Märkten" abgesagt. Um nun genügend Investoren zu gewinnen, macht Senvion Zugeständnisse beim Preis und Volumen der Platzierung.

Beim ersten Versuch wurden noch rund 29,9 Mio. Aktien zu einem Preis von 20,00 bis 23,50 Euro angeboten. Damit hätten die Eigentümer bis zu rund 690 Mio. Euro eingesammelt.

Frankfurt (APA/Reuters) - Börsianer dürften in der neuen Woche bange Blicke nach Frankfurt werfen. Dort entscheidet die Europäische Zentralbank (EZB) am Donnerstag über ihren weiteren geldpolitischen Kurs und hat damit auch das Wohl und Wehe des Aktienmarktes in der Hand. Erwartungen, dass die Zentralbank bald die Zinsen erhöht, hatten den Euro zuletzt auf ein Drei-Jahres-Hoch getrieben und den Dax zeitweise ausgebremst.
 

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EZB-Chef Draghi hält die Anleger in Atem

Bochum/Essen (APA/Reuters) - Thyssenkrupp-Gegner und -Befürworter haben sich anlässlich der Haufversammlung von Thyssenkrupp wegen der Zerschlagung des Mischkonzerns nichts geschenkt. Wie erwartet gab es scharfe Kritik von Investoren am Kurs von Vorstandschef Heinrich Hiesinger, der kein Freund einer Aufspaltung ist.
 

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Heftiger Schlagabtausch der Investoren auf Thyssen-HV

München (APA/Reuters) - Nach Schätzungen von Versicherungsmathematikern kommen auf die Assekuranz nach dem Orkan "Friederike" in Deutschland Zahlungen von rund 800 Mio. Euro zu. Das ergebe sich aus dem Modell, mit dem die Kölner Beratungsgesellschaft Meyerthole Siems Kohlruss (MSK) die Kosten von Stürmen in Deutschland berechnet, erklärte Versicherungsmathematiker Onnen Siems am Freitag.
 

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"Friederike" verursacht 800 Millionen Euro Schaden