Deutscher Tarifkonflikt mit Post - ver.di kündigte Warnstreiks an

Bonn - Im Tarifkonflikt bei der Deutschen Post will die Dienstleistungsgewerkschaft ver.di den Druck erhöhen. "Es wird in den kommenden Tagen zu neuen Warnstreiks kommen", sagte ein ver.di-Sprecher am Mittwoch der Nachrichtenagentur Reuters. Diese sollen zu "erheblichen Beeinträchtigungen" in der Zustellung führen.

Ver.di fordere von der Post, in den Verhandlungen um eine Verkürzung der Arbeitszeiten "endlich ein verhandlungsfähiges Angebot" auf den Tisch zu legen. Am Vorabend war in Berlin die zweite Verhandlungsrunde im Tarifkonflikt mit der Post ohne greifbare Ergebnisse geblieben.

Die Gewerkschaft fordert für die rund 140.000 Tarifbeschäftigten des Konzerns eine Verkürzung der wöchentlichen Arbeitszeit von 38,5 auf 36 Stunden bei vollem Lohnausgleich. Ver.di hatte damit auf die Strategie des Post-Vorstands reagiert, neue Beschäftigte für weniger Lohn arbeiten zu lassen. Die Post hatte bei den Gesprächen ihrerseits ein Modell für neue Arbeitszeiten auf den Tisch gelegt, das einen Lohnausgleich aber ausgeklammert hatte. Die Gespräche sollen ver.di zufolge nun am 27. und 28. April fortgesetzt werden.

London (APA/Reuters/dpa) - Einen Tag nach dem von Konfrontation geprägten EU-Gipfel in Salzburg hat die britische Premierministerin Theresa May Härte demonstriert und von Brüssel neue Brexit-Vorschläge gefordert. Die Verhandlungen seien in einer Sackgasse. "Ich habe die EU immer mit Respekt behandelt. Großbritannien erwartet dasselbe", sagte May in ungewöhnlich scharfen Worten am Freitag in London.
 

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May demonstriert nach EU-Gipfel Härte in Brexit-Gesprächen

Wien/Stuttgart (APA) - "Wir müssen ein anderes Denken üben", so der Appell von Eckhard Minx, Zukunftsforscher und Vorstandssprecher der "Daimler und Benz Stiftung" beim heutigen "Deutsch-Österreichischen Technologieforum" in Wien. Die Menschen hätten das "Trugbild der Beständigkeit" im Kopf, dabei stehe die Gesellschaft vor einem grundsätzlichen Wandel. "Digitalisierung ist so was wie ein Tsunami", so Minx.
 

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Zukunftsforscher: "Digitalisierung ist so was wie ein Tsunami"

Wien (APA) - Zahlreiche Missstände hat der Rechnungshofbericht zur bereits aufgelösten Bundesanstalt für Verkehr (BAV) zutage gebracht. Nachdem der RH die Staatsanwaltschaft eingeschaltet hat, wird gegen drei Beschuldigte wegen Amtsmissbrauch und Untreueverdacht ermittelt. So sollen Millionen zu viel überwiesen worden sein, knapp 350.000 Euro ohne Gegenleistung gezahlt und Untersuchungsberichte nie veröffentlicht worden sein.
 

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Bundesanstalt für Verkehr: Amtsmissbrauch- und Untreueverdacht