Deutscher Rewe-Konzern steigerte Gewinn 2015 deutlich

Die Billa-Mutter hat den Nettogewinn gegenüber dem Jahr 2014 um 22 Prozent auf 383 Mio. Euro gesteigert.

Köln. Der Kölner Einzelhandels- und Touristikkonzern Rewe hat dank seiner Supermärkte und wieder schwarzer Zahlen bei seinem Diskonter Penny in Deutschland erneut draufgesattelt. "Wir haben unsere Planungen für das vergangene Geschäftsjahr deutlich übertroffen", so Konzernchef Alain Caparros auf der Bilanzpressekonferenz. In Österreich ist Rewe mit Billa, Merkur, Penny, Adeg und Bipa vertreten.

2015 steigerte der deutsche Rewe-Konzern nach vorläufigen Zahlen im fortgeführten Geschäft - ohne die verkauften rumänischen Billa-Filialen an Carrefour - den Umsatz um 3,6 Prozent auf 43,7 Mrd. Euro. Hierin nicht berücksichtigt sind die Erlöse der selbstständigen Einzelhändler und von nicht voll-konsolidierten Beteiligungen. Operativ (Ebita) legte das Ergebnis um zwölf Prozent auf 587 Mio. Euro zu. Auf vergleichbarer Basis sei das das beste operative Ergebnis der Firmengeschichte, erklärte der Konzern. Unter dem Strich verbesserte sich der Gewinn um 22 Prozent auf 383 Mio. Euro.

Vor allem die starke Nachfrage der Verbraucher am deutschen Heimatmarkt im Schlussquartal habe sich bemerkbar gemacht. Ausgezahlt hätten sich auch die Investitionen in moderne neue Geschäfte. Auch im neuen Jahre habe sich das Wachstum in allen Geschäftsbereichen fortgesetzt.

Größte Stütze des Wachstums waren erneut die Rewe-Supermärkte in Deutschland zusammen mit Temma und Nahkauf, die 4,4 Prozent zulegten und 40 Prozent zum Gesamtumsatz beitrugen. "Der Umsatz unserer Supermärkte ist einmal mehr deutlich stärker gewachsen, als die Branche insgesamt", sagte Caparros. Besonders erfreulich sei der Turnaround von Penny in Deutschland. Dieser habe erheblich zur guten Entwicklung des operativen Ergebnisses insgesamt beigetragen. Er sehe gute Chancen, das Ergebnis auch künftig positiv zu halten. "Allerdings hat das für uns keine absolute Priorität."

Im Auslandsgeschäft, das rund ein Drittel der Erlöse bringt, belasteten Wechselkurseffekte in Mittel- und Osteuropa sowie die Ukraine-Krise. Das Supermarktgeschäft legte aber dennoch leicht um 0,2 Prozent zu, währungsbereinigt um 2,8 Prozent. Mit seinen Diskontern in Italien, Österreich, Ungarn, Tschechien und Rumänien wuchs Rewe um 4,4 Prozent. Auch die toom-Baumärkte und das Touristikgeschäft - neben Penny einst Sorgenkinder des Konzerns - legten zu. DER Touristik profitierte dabei auch von der Übernahme des europäischen Reiseveranstaltergeschäfts der Schweizer Kuoni.

Wien/Klagenfurt (APA) - Der Bund dürfte bei der Heta, der Abbaugesellschaft der Kärntner Hypo Alpe Adria, seine gesamten Vorfinanzierungen von über 9 Mrd. Euro zurückbekommen. "Es gibt Indikatoren, dass der Bund das, was er im Rahmen der Abwicklung in die Hand genommen hat, zum größten Teil und vielleicht auch alles zurückkriegen wird", sagte Heta-Finanzvorstand Arnold Schiefer am Freitag beim Pressegespräch in Wien.
 

Newsticker

Heta - Bund dürfte gesamte Vorfinanzierungen zurückbekommen

Berlin (APA/dpa) - Thomas Winkelmann bleibt doch noch länger Air-Berlin-Chef. Insolvenzverwalter und Gläubigervertreter haben beschlossen, den 58-Jährigen auf unabsehbare Zeit weiter zu beschäftigen, wie das "Manager Magazin" berichtete. Winkelmann werde die Insolvenzverwaltung unterstützen, bestätigte ein Sprecher von Insolvenzverwalter Lucas Flöther am Freitag.
 

Newsticker

Air-Berlin-Chef Winkelmann bleibt vorerst im Amt

London (APA/Reuters) - Der Streit über die künftige Grenze zwischen Irland und Nordirland bremst die Verhandlungen über den EU-Austritt Großbritanniens. Die Regierung in London erklärte am Freitag, man werde Nordirlands Platz im britischen Binnenmarkt verteidigen.
 

Newsticker

Brexit-Verhandlungen hängen wegen irischer Grenze fest