Deutscher Klimagas-Ausstoß leicht gesunken

Berlin (APA/Reuters) - Der Treibhausgas-Ausstoß ist in Deutschland 2017 vor allem wegen der Abschaltung einiger Kohlekraftwerke leicht gesunken. Mit rund 905 Millionen Tonnen an Klimagasen seien knapp fünf Millionen Tonnen weniger als 2016 in die Luft geblasen worden, teilten das deutsche Umweltministerium und das Umweltbundesamt auf Basis erster Berechnungen am Dienstag mit.

Der Energiesektor allein sparte fast 14 Millionen Tonnen ein, da Stein- und Braunkohle durch Wind- oder Sonnenkraft ersetzt wurden. Dagegen sind im Verkehrssektor die Emissionen vor allem wegen des wachsenden Lkw-Verkehrs im Wirtschaftsaufschwung erneut gestiegen.

Auch die Industrie stieß mehr aus. "Für Klimaschutz und saubere Luft brauchen wir eine grundlegende Verkehrswende", sagte Umweltministerin Svenja Schulze (SPD).

Insgesamt lag der Treibhausgas-Ausstoß in Deutschland demnach 2017 um 27,7 Prozent unter dem von 1990. Eigentlich war das Ziel, diesen bis 2020 um 40 Prozent zu drücken. Die neue deutsche Bundesregierung hat dies jedoch als nicht erreichbar aufgegeben und will stattdessen die Vorgaben für 2030 mit einem Minus von 55 Prozent ins Visier nehmen.

London (APA/Reuters/dpa) - Einen Tag nach dem von Konfrontation geprägten EU-Gipfel in Salzburg hat die britische Premierministerin Theresa May Härte demonstriert und von Brüssel neue Brexit-Vorschläge gefordert. Die Verhandlungen seien in einer Sackgasse. "Ich habe die EU immer mit Respekt behandelt. Großbritannien erwartet dasselbe", sagte May in ungewöhnlich scharfen Worten am Freitag in London.
 

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May demonstriert nach EU-Gipfel Härte in Brexit-Gesprächen

Wien/Stuttgart (APA) - "Wir müssen ein anderes Denken üben", so der Appell von Eckhard Minx, Zukunftsforscher und Vorstandssprecher der "Daimler und Benz Stiftung" beim heutigen "Deutsch-Österreichischen Technologieforum" in Wien. Die Menschen hätten das "Trugbild der Beständigkeit" im Kopf, dabei stehe die Gesellschaft vor einem grundsätzlichen Wandel. "Digitalisierung ist so was wie ein Tsunami", so Minx.
 

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Zukunftsforscher: "Digitalisierung ist so was wie ein Tsunami"

Wien (APA) - Zahlreiche Missstände hat der Rechnungshofbericht zur bereits aufgelösten Bundesanstalt für Verkehr (BAV) zutage gebracht. Nachdem der RH die Staatsanwaltschaft eingeschaltet hat, wird gegen drei Beschuldigte wegen Amtsmissbrauch und Untreueverdacht ermittelt. So sollen Millionen zu viel überwiesen worden sein, knapp 350.000 Euro ohne Gegenleistung gezahlt und Untersuchungsberichte nie veröffentlicht worden sein.
 

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Bundesanstalt für Verkehr: Amtsmissbrauch- und Untreueverdacht