Deutscher IT-Markt wächst 2015 stärker als erwartet

Der IT-Markt wächst laut Branchenverband Bitkom stäker als erwartet. Klassische IT-Produkte, Hard- und Software sowie Dienstleistungen, wachsen stärker als erwartet. Im Bereich Telekom gibt es eine Stagnation. Rückläufig ist das Geschäft mit Unterhaltungselektronik.

München. Das Geschäft mit Informations- und Telekommunikationstechnik läuft dem deutschen Branchenverband Bitkom zufolge besser als veranschlagt. Der gesamte ITK-Umsatz lege im laufenden Jahr um 1,9 Prozent auf 156 Mrd. Euro zu, sagte Verbandsgeschäftsführer Bernhard Rohleder am Donnerstag in einer Telefonkonferenz.

"Es geht stärker bergauf als wir im Frühjahr erwartet haben, als wir noch von einem Plus von 1,5 Prozent ausgegangen sind." Vor allem in der klassischen Informationstechnik wurde mit Dienstleistungen, Software und Rechnern zuletzt deutlich mehr umgesetzt. Das Telekommunikationssegment hält sich dank der starken Smartphone-Nachfrage knapp im Plus, während die Geschäfte mit Unterhaltungselektronik weiter rückläufig sind. Im laufenden Jahr werde der Umsatz mit Fernsehern & Co erstmals seit Jahren unter zehn Milliarden Euro rutschen.

Für das kommende Jahr veranschlagt der Verband ein Branchenwachstum von 1,5 Prozent. "Das ist ein gutes Signal und ich hoffe auch ein gutes Zeichen für die Gesamtkonjunktur", sagte Rohleder. An das Wachstum des Vorjahres werde 2016 wohl wegen einer Sättigung und Schrumpfung im Smartphone-Geschäft nicht herankommen. Zudem drohe ein "VW-Effekt", sagte Rohleder. Durch den Sparkurs des Autokonzerns drohe nicht nur den unmittelbaren Dienstleistern ein Dämpfer durch gedrosselte Investitionen in IT-Services der Wolfsburger. "Das setzt sich kaskadisch fort, bis hinein in die IT-Investitionen von Kommunen", wo die Autobauer ein wichtiger Standortfaktor seien.

Im laufenden Jahr werde die ITK-Branche in Deutschland erstmals mehr als eine Million Menschen beschäftigen, sagte Rohleder. Der Fachkräftemangel sei dennoch ungebrochen, rund 43.000 Stellen blieben deshalb dauerhaft unbesetzt. Der heimischen Wirtschaft gingen deshalb Geschäfte im Gesamtvolumen von einer Milliarde Euro durch die Lappen. Der Bitkom forderte, die Bildungsinhalte vor allem an den Hochschulen zu modernisieren. Die Flüchtlingswelle helfe dem Wirtschaftszweig nicht. Lediglich vereinzelt kämen IT-Fachleute aus den Krisenregionen der Welt nach Deutschland. "Wir werden mit den Flüchtlingen das strukturelle Problem nicht lösen können", sagte Rohleder.

Berlin/Frankfurt (APA/dpa) - Der irische Billigflieger Ryanair hat die Gewerkschaft Verdi als Verhandlungspartner für das in Deutschland stationierte Kabinenpersonal anerkannt. Die Gewerkschaft will nun zügig Tarifverhandlungen aufnehmen, wie sie am Mittwoch mitteilte.
 

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Ryanair erkennt Verdi als Verhandlungspartner für Kabine an

München (APA/Reuters) - Die deutsche Internet-Kleinanzeigenbörse Scout24 will mit der Übernahme des Vergleichsportals Finanzcheck.de künftig mehr an Gebrauchtwagen-Krediten verdienen. Der Münchner Betreiber der Portale autoscout24.de und immobilienscout24.de zahlt für den defizitären Ratenkredit-Vermittler 285 Millionen Euro.
 

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Scout24 kauft Vergleichsportal Finanzcheck.de

Washington/Berlin (APA/Reuters) - IWF-Chefin Christine Lagarde hat US-Präsident Donald Trump vor einer Eskalation des Handelsstreits gewarnt. "Die Spannungen in der Handelspolitik haben bereits ihre Spuren hinterlassen, das Ausmaß der Schäden aber hängt davon ab, was die Politik als Nächstes tut", schrieb Lagarde in einem am Mittwoch veröffentlichen Blog im Vorfeld des G-20-Finanzministertreffens am Wochenende in Buenos Aires.
 

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IWF-Chefin Lagarde - Handelsstreit dürfte USA am härtesten treffen