Deutscher Ifo-Index stieg im August überraschend deutlich

Berlin/München (APA/Reuters) - Die Stimmung in den Chefetagen der deutschen Wirtschaft hat sich im August überraschend deutlich aufgehellt. Der Geschäftsklima-Index stieg von 101,7 auf 103,8 Punkte, wie das Münchner Ifo-Institut am Montag zu seiner monatlichen Umfrage unter rund 9.000 Managern mitteilte.

Ökonomen hatten mit 101,9 Zählern gerechnet. "Die deutsche Wirtschaft befindet sich in einem Sommerhoch", sagte Ifo-Präsident Clemens Fuest. "Neben einer starken Binnenkonjunktur trägt der Waffenstillstand beim Handelskonflikt mit den USA zur besseren Stimmung bei." Der wichtigste Frühindikator für die deutsche Konjunktur hat sich in diesem Jahr wegen des Handelskonflikts zwischen den USA, der EU, China und anderen Ländern merklich eingetrübt. Die Führungskräfte beurteilten ihre Geschäftslage diesmal besser, die Aussichten für die kommenden sechs Monate ebenfalls.

Konsum und Bauboom kurbelten die Konjunktur zuletzt an. Dadurch wuchs Europas größte Volkswirtschaft im zweiten Quartal um 0,5 Prozent, nachdem es zu Jahresbeginn nur zu 0,4 Prozent gereicht hatte. Wegen Risiken wie einem Aufflammen des Handelsstreits zwischen der EU und den USA, dem näher rückenden EU-Austritt Großbritanniens oder der Währungskrise in der Türkei rechnen viele Experten aber mit einer langsameren Gangart im zweiten Halbjahr. Das deutsche Bruttoinlandsprodukt dürfte demnach 2018 mit knapp zwei Prozent schwächer zulegen als in den beiden Vorjahren mit jeweils 2,2 Prozent.

Brüssel (APA) - Österreichs Schulden sind im zweiten Quartal des Jahres auf 76,5 Prozent des BIP gesunken. Im Vergleichszeitraum 2017 waren es noch 81,0 Prozent. In der Eurozone ging der Schuldenstand im Jahresabstand von 89,2 auf 86,3 Prozent zurück. In der EU verringerte er sich von 83,4 auf 81,0 Prozent, geht aus jüngsten Daten von Eurostat vom Dienstag hervor.
 

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Österreichs Schulden auf 76,5 Prozent des BIP gesunken

Wien (APA) - In Österreich ist seit Ende 2016 die Nachfrage nach Unternehmenskrediten aufgrund der guten Konjunktur stark gestiegen. Dieser Trend habe sich zuletzt jedoch abgeschwächt und könnte bis Ende des Jahres ein Plateau erreichen. Die Entwicklung im Privatkundengeschäft verlaufe vergleichsweise moderater, schreibt die Oesterreichische Nationalbank (OeNB) in einer Aussendung am Dienstag.
 

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OeNB: Nachfrage nach Unternehmenskrediten erreicht neue Höhen

Brüssel (APA) - Österreich konnte im zweiten Quartal des Jahres einen Budgetüberschuss von 1,2 Prozent des BIP einfahren. Im Vergleichszeitraum 2017 hatte es noch ein Defizit von 1,9 Prozent gegeben. Die Eurozone konnte ihr Minus im Jahresabstand von 1,4 auf 0,1 Prozent verringern. Die EU verbesserte sich von -1,5 auf -0,3 Prozent.
 

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Österreich mit 1,2 Prozent Budgetüberschuss im zweiten Quartal 2018