Deutscher Finanzminister: Müssen Europa noch krisenfester machen

Frankfurt (APA/dpa) - Der deutsche Finanzminister Olaf Scholz (SPD) drängt auf rasche Weichenstellungen für mehr Krisenfestigkeit in Europa. Die Europäer hätten "nicht unendlich viel Zeit ... bei der Vollendung der Bankenunion und der Kapitalmarktunion in Europa", mahnte Scholz am Donnerstag bei einer Bankentagung in Frankfurt.

Nach der jüngsten Finanzkrise seien wichtige Entscheidungen für ein stabileres Finanzsystem umgesetzt worden. "Aber wir sind keineswegs am Ende des Weges, und wir müssen noch eine ganz Reihe von Aufgaben bewältigen, um für die Zukunft gewappnet zu sein."

Deutschland und Frankreich setzen sich unter anderem dafür ein, den Euro-Rettungsschirm ESM zu einer Art Europäischen Währungsfonds auszubauen. Zudem soll der ESM als letztes Auffangnetz bei möglichen Bankenpleiten einspringen: Dann wäre es einfacher, kriselnde Banken mit öffentlichem Geld zu retten.

Scholz bedauerte, dass die deutschen Banken im internationalen Wettbewerb zurückgefallen sind. "Das ist ein Problem für eine große Volkswirtschaft wie die deutsche, das ist auch ein Problem für Europa, dass die Banken ... nicht die Größe und die Globalität haben, um die Wirtschaft zu begleiten."

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Kundl/Langkampfen/Basel (APA) - Der Novartis-Konzern investiert 200 Mio. Euro in die beiden Produktionsstandorte im Tiroler Schaftenau und in Kundl (beide Bezirk Kufstein). Dies gab das Unternehmen am Donnerstag bekannt. Daniel Palmacci, Leiter der Novartis Produktionsbetriebe in Österreich, bezeichnete dies als "ein starkes Bekenntnis" der Zentrale in Basel in die Kompetenz und Qualität der Standorte in Tirol.
 

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Novartis investiert 200 Mio. Euro in Tiroler Standorte

Rom/Menlo Park (APA) - Nachdem die US-Internetriesen Google und Amazon wegen vermuteter Steuerhinterziehung ins Visier der italienischen Justiz geraten sind, hat sich Facebook mit Italiens Steuerbehörden auf die Zahlung von 100 Mio. Euro geeinigt, um ein Steuerverfahren abzuschließen. Die Mailänder Justiz hatte dem E-Commerce-Riesen Steuerhinterziehung in Höhe von 300 Mio. Euro vorgeworfen, so italienische Medien.
 

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Facebook einigt sich mit italienischem Fiskus und zahlt 100 Mio. Euro