Deutscher Energiekonzern Uniper baut 2.000 Stellen ab

Düsseldorf (APA/Reuters) - Der deutsche Energiekonzern Uniper baut tausende Arbeitsplätze ab. "Insgesamt werden bei Uniper bis Ende 2018 rund 2.000 der ursprünglichen 14.700 Stellen wegfallen", sagte Finanzvorstand Christopher Delbrück der "Rheinischen Post" (Mittwochausgabe).

Über ein Drittel davon seien Stellen von Mitarbeitern, die etwa beim einstigen Mutterkonzern E.ON verblieben sind, die bei der Schließung von Kraftwerks-Blöcken wie im Rotterdamer Hafen abgebaut wurden oder die aus Desinvestitionen resultieren. "Die weiteren 1.250 Stellen entfallen auf das Effizienzprogramm Voyager", betonte Delbrück. "Der weit größte Teil dieser Stellen ist bereits abgebaut, die verbleibenden werden bis Ende 2018 folgen."

Uniper wehrt sich derzeit gegen eine Übernahme durch Fortum. Der finnische Versorger will Anfang 2018 das Uniper-Paket von 47 Prozent von E.ON übernehmen und damit neuer Großaktionär werden. Zudem hat Fortum den übrigen Uniper-Aktionären ein Angebot von 22 Euro je Aktie unterbreitet.

Delbrück betonte, den Stellenabbau sozialverträglich gestaltet zu haben. Dabei habe Uniper natürliche Fluktuation, Altersteilzeit und Abfertigungen genutzt. "In konstruktiven Verhandlungen haben wir uns mit der Mitbestimmung darauf verständigt."

Brüssel (APA) - Die EU-Kommission will mehr Klein- und Mittelunternehmen an die Börse bringen. Der Vizepräsident der EU-Kommission, Valdis Dombrovskis, verwies am Donnerstag darauf, dass von 20 Millionen KMU in Europa derzeit nur 3.000 an einer Börse notiert seien. "Das möchten wir ändern."
 

Newsticker

EU-Kommission möchte mehr KMU an der Börse

Wien (APA) - Der Präsident der staatlichen russischen Eisenbahnen, Oleg Belosjorow, hat am Donnerstag über Fortschritte beim geplanten Bau einer Breitspurbahn bis nach Österreich berichtet. 2018 sei mit internationalen Partnern diesbezüglich eine "gemeinsame Sichtweise" entwickelt worden, erklärte Belosjorow in einer Podiumsdiskussion beim Internationalen Wirtschaftsforum in St. Petersburg.
 

Newsticker

Russlands Eisenbahnchef: Breitspur bis Wien vor "nächster Etappe"

Wien (APA) - US-Sanktionen, Iran-Krise, Brexit, Italien-Krise: Die geopolitischen Risiken sind höher denn je und gefährden den wirtschaftlichen Aufschwung. "Sobald eines der Großrisiken schlagend wird, kann es schnell vorbei sein", warnte der Chefvolkswirt der Industriellenvereinigung (IV), Christian Helmenstein, am Donnerstag.
 

Newsticker

IV-Helmenstein sieht Digitalisierung als Schutz vor Polit-Risiken