Deutscher Bankenverband rechnet nicht mit Negativzinsen für Sparer

Passau - Private Sparer werden nach Einschätzung des Bundesverbands Deutscher Banken von Strafzinsen verschont bleiben. Michael Kemmer, Verband-Hauptgeschäftsführer, sagte der "Passauer Neuen Presse" vom Dienstag, er könne nichts grundsätzlich ausschließen. Der Wettbewerb um die Privatkunden sei "aber in Deutschland so hart, dass wir nicht erwarten, dass auch sie mit Negativzinsen konfrontiert werden".

Gleichzeitig sei aber nicht auszuschließen, dass noch weitere Banken für größere Einlagen von Firmenkunden oder institutionellen Anlegern negative Zinsen berechnen könnten, sagte Kemmer. Schließlich müssten die Banken selbst einen Strafzins bezahlen, wenn sie das Geld bei der Europäischen Zentralbank (EZB) einlagerten.

Die EZB hatte Anfang Juni erstmals in ihrer Geschichte einen Einlagezins von minus 0,1 Prozent beschlossen, inzwischen liegt er sogar bei minus 0,2 Prozent. Banken müssen seitdem dafür zahlen, wenn sie Geld bei der EZB parken anstatt es an Unternehmen zu verleihen. Mindestens drei Banken geben den Strafzins inzwischen an einen Teil ihrer institutionellen Kunden weiter.

Brüssel (APA) - Österreichs Schulden sind im zweiten Quartal des Jahres auf 76,5 Prozent des BIP gesunken. Im Vergleichszeitraum 2017 waren es noch 81,0 Prozent. In der Eurozone ging der Schuldenstand im Jahresabstand von 89,2 auf 86,3 Prozent zurück. In der EU verringerte er sich von 83,4 auf 81,0 Prozent, geht aus jüngsten Daten von Eurostat vom Dienstag hervor.
 

Newsticker

Österreichs Schulden auf 76,5 Prozent des BIP gesunken

Wien (APA) - In Österreich ist seit Ende 2016 die Nachfrage nach Unternehmenskrediten aufgrund der guten Konjunktur stark gestiegen. Dieser Trend habe sich zuletzt jedoch abgeschwächt und könnte bis Ende des Jahres ein Plateau erreichen. Die Entwicklung im Privatkundengeschäft verlaufe vergleichsweise moderater, schreibt die Oesterreichische Nationalbank (OeNB) in einer Aussendung am Dienstag.
 

Newsticker

OeNB: Nachfrage nach Unternehmenskrediten erreicht neue Höhen

Brüssel (APA) - Österreich konnte im zweiten Quartal des Jahres einen Budgetüberschuss von 1,2 Prozent des BIP einfahren. Im Vergleichszeitraum 2017 hatte es noch ein Defizit von 1,9 Prozent gegeben. Die Eurozone konnte ihr Minus im Jahresabstand von 1,4 auf 0,1 Prozent verringern. Die EU verbesserte sich von -1,5 auf -0,3 Prozent.
 

Newsticker

Österreich mit 1,2 Prozent Budgetüberschuss im zweiten Quartal 2018