Deutscher Autozulieferer Schaeffler schafft Sprung an die Börse

Der deutsche Autozulieferer Schaeffler hat den Sprung an die Börse geschafft. Das Familienunternehmen teilte am Donnerstag 75 Millionen Vorzugsaktien zu einem Preis von 12,50 Euro zu, wie Schaeffler in Herzogenaurach mitteilte. Der Preis liegt damit in der unteren Hälfte der Spanne, die von 12 bis 14 Euro reichte. Schaeffler nimmt mit der Emission 937,5 Mio. Euro ein.

Mit dem Geld soll der milliardenschwere Schuldenberg abgetragen werden, den der Wälzlager-Spezialist mit dem Einstieg beim Autozulieferer Continental 2008 angehäuft hatte. Vorstandschef Klaus Rosenfeld will am Freitag das Debüt der Schaeffler-Aktie an der Frankfurter Börse mit der großen Glocke einläuten.

Schaeffler hatte seine Börsenpläne wegen des Abgasskandals beim Großkunden Volkswagen und der Talfahrt an den Aktienmärkten kurzfristig eingedampft. Eigentlich hatte das Unternehmen auf einen Erlös von 2,5 Mrd. Euro gehofft. Nun muss die Entschuldung der Schaeffler AG und der Holding der Eigentümerfamilie noch etwas warten. Beide zusammen sitzen nach der Übernahme des Autozulieferer Conti auf einem Schuldenberg von fast 10 Mrd. Euro.

Die beiden Eigentümer, Georg Schaeffler und seine Mutter Maria-Elisabeth Schaeffler-Thumann, wollen nach einer Schonfrist von sechs Monaten aber weitere bis zu 91 Millionen Aktien für einen Milliardenbetrag auf den Markt werfen - voraussichtlich in mehreren Schritten. Damit soll der Streubesitz auf 25 Prozent steigen. Zur Erstnotiz sind nur elf Prozent in neuen Händen. Das könnte allerdings schon reichen, um über kurz oder lang in den Nebenwerteindex MDax aufzusteigen. Die Schaefflers gehören mit einem geschätzten Vermögen von 20 Mrd. Euro zu den reichsten Familien in Deutschland.

Schaeffler hatte die Aktien nur institutionellen Investoren angeboten, um den Prozess zu beschleunigen. Die Zeichnungsfrist dauerte nur vier Tage. Privatanleger blieben außen vor. Sie können die Papiere erst an der Börse kaufen. Zu sagen haben die neuen Anteilseigner allerdings nichts - Vorzugsaktien haben keine Stimmrechte.

Frankfurt/London/Brüssel (APA/Reuters) - Die Regierungskrise in Großbritannien hält Anleger von Engagements an den Aktienmärkten ab. Der Dax schloss am Freitag knapp im Minus mit 11.341 Punkten und auch der EuroStoxx50 gab auf 3184 Zähler nach. Auch die Wiener Börse hat knapp im Minus geschlossen. Der ATX fiel 1,01 Punkte oder 0,03 Prozent auf 3.134,10 Einheiten. Der US-Standardwerteindex Dow Jones kam ebenfalls kaum vom Fleck.
 

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Brexit-Chaos macht Anlegern weiter zu schaffen

Washington (APA/Reuters) - Die US-Notenbank Fed steuert laut ihrem Vizechef Richard Clarida auf einen Zinssatz zu, der die Konjunktur weder hemmt noch fördert. Sich auf einem solchen "neutralen" Niveau zu bewegen, sei sinnvoll, sagte der Währungshüter am Freitag dem Sender CNBC. Er sei nicht der Meinung, dass die Erhöhungen der Fed zu weit gingen oder zu schnell vollzogen würden.
 

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Vizechef der US-Notenbank für Zinserhöhungen mit Augenmaß

Rom (APA) - Der italienische Premier Giuseppe Conte plant ein Treffen mit EU-Kommissionspräsidenten Jean-Claude Juncker, um ihm zu erklären, warum Italien an seinem umstrittenen Haushaltsplan festhält. Anfang nächster Woche werde er Kontakt zu Juncker aufnehmen, berichtete Conte am Freitag im Gespräch mit Journalisten in Rom.
 

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Italien-Budget: Conte plant nächste Woche Treffen mit Juncker