Deutscher Autoversicherer HUK-Coburg mit Bremsspuren in Kfz-Sparte

Frankfurt - Bei Deutschlands größtem Autoversicherer HUK-Coburg stagniert das Neugeschäft. Im vergangenen Jahr seien 1,2 Millionen neue Verträge in der mit Abstand größten Sparte geschlossen worden, ebenso viele wie ein Jahr zuvor, erklärte das Unternehmen auf der Bilanzpressekonferenz am Dienstag in München.

Durch eine niedrige Kündigungsquote und höhere Beiträge stiegen die Bruttobeitragseinnahmen für die 10,3 Millionen versicherten Autos dennoch um 7,8 Prozent auf 3,2 Mrd. Euro. Mit 4,7 Prozent wuchs der versicherte Fahrzeugbestand schneller als der Markt (1,5 Prozent).

Der große Rivale Allianz, der mit einer Online-Offensive aufzuholen versucht, versicherte zwar nur 8,2 Millionen Fahrzeuge, kam aber auf Beitragseinnahmen von 3,4 Mrd. Euro. HUK-Coburg punktet seit Jahren mit niedrigen Preisen bei deutschen Autofahrern. Die Online-Tochter HUK24 ist mit Abstand Nummer eins in Deutschland und trägt ein Viertel zum Neugeschäft bei.

Insgesamt wuchsen die Brutto-Beitragseinnahmen 2014 um 5,5 Prozent auf 6,3 Mrd. Euro. Die Schaden-Kosten-Quote sank auf 93,2 (97,7) Prozent. Das Kapitalanlageergebnis legte trotz der niedrigen Zinsen auf 947 Mio. Euro zu. Das brachte dem Versicherer einen auf 337 (164) Mio. Euro mehr als verdoppelten Nettogewinn.

HUK-Coburg weist die Geschäftszahlen nun wieder nach dem deutschen HGB-Standard aus. Den internationalen IFRS-Standard hatte die HUK nach Angaben von Vorstandssprecher Wolfgang Weiler eingeführt, weil sie sich für größere Zukäufe den Zugang zum Kapitalmarkt offenhalten wollte. Das sei aber inzwischen nicht mehr nötig, sagte Weiler. Infrage kämen ohnehin eher kleinere Akquisitionen. Mit einem Eigenkapital von 4,7 Mrd. Euro sei der Konzern auch für das neue Kapitalregelwerk "Solvency II" sehr gut gerüstet.

Wien (APA) - Maschinen können bald mehr als die Hälfte der Tätigkeiten übernehmen, die jetzt von Menschen ausgeübt werden. Dementsprechend ist mehr als die Hälfte der Jobs mittelfristig von Automatisierung oder "Robotern" bedroht. Ältere Menschen trifft das besonders hart, weil sie sich schwertun, eine neue Arbeit zu finden oder umzusatteln, zeigt eine am Mittwoch veröffentlichte Mercer-Studie.
 

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Roboter bedrohen vor allem Jobs unqualifizierter älterer Menschen

Wien (APA) - Singapur unterzeichnet am Freitag ein Freihandelsabkommen mit der EU, das aber für London bald nicht mehr gilt. Singapurs Ministerpräsident Lee Hsien Loong schließt nicht aus, dass die Briten bilateral zu einem besseren Deal mit seinem Land gelangen könnten. "Es ist immer leichter, ein Abkommen mit einem Land statt mit einer Organisation aus 28 Staaten zu machen", sagte er am Mittwoch in Wien.
 

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Brexit - Singapurs Premier: Mit einem Land macht man leichter Deals

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