Deutscher Abfallriese Remondis kauft den Grünen Punkt

Lünen/Köln (APA/dpa) - Der Grüne Punkt steht vor einem Eigentümerwechsel. Deutschlands größter Entsorgungskonzern Remondis gab am Donnerstag die Übernahme der Kölner Firma Duales System Deutschland (DSD) bekannt. Das bisher von britischen Investoren gehaltene Unternehmen hält die Markenrechte am Recycling-Symbol Grüner Punkt.

DSD bekommt Geld von Einzelhändlern, um die Abholung und Verarbeitung von deren Verpackungsabfall zu organisieren. Der Kaufpreis wurde nicht genannt. Damit die Übernahme gültig wird, fehlt noch das grüne Licht der Kartellbehörden.

DSD kam 2016 auf 561 Mio. Euro Umsatz. Die Firma wurde 1991 als Selbsthilfeorganisation der Privatwirtschaft gegründet und war lange Zeit Monopolist. Inzwischen gibt es Konkurrenten, DSD verlor in den vergangenen Jahren einige Großaufträge. Trotzdem ist die Firma noch Marktführer in der Abfall-Organisation.

DSD sammelt den Abfall nicht selbst ein, sondern vergibt hierfür Aufträge an Müllabfuhr-Firmen - künftig könnte mit DSD eine Remondis-Tochterfirma also einen anderen Remondis-Konzernbereich beauftragen. Vertreter von kommunalen und kleineren privatwirtschaftlichen Entsorgern warnen vor zu starker Marktmacht.

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