Deutsche Wirtschaft warnt Sondierer vor Steuererhöhungen

Berlin (APA/Reuters) - Die deutsche Wirtschaft fürchtet, dass sie bei einer Neuauflage der großen Koalition mit Steuererhöhungen belastet werden könnte. "Wer in diesen Zeiten über Steuererhöhungen auch nur nachdenkt, betreibt ein gefährliches Spiel", warnte der Präsident des Deutschen Industrie- und Handelskammertages (DIHK) Eric Schweitzer am Montag.

Sein Verband verschickte ein Argumentationspapier an Entscheidungsträger von CDU, CDU und SPD, in dem zehn Gründe anführt werden, die nach Auffassung des DIHK gegen eine Erhöhung von Steuern sprechen. Ein Argument lautet, Steuererhöhungen bildeten eine Gefahr für Arbeitsplätze.

Statt Steuererhöhungen sei eine Entlastung bitter nötig, sagte Schweitzer. "Wenn die Politik jetzt die Steuerschraube noch anziehen will statt sie zu lockern, wird sie überdrehen. Der teure Preis sind dann in Zukunft weniger Wirtschaftsleistung, weniger Jobs und in der Folge auch weniger Einnahmen für staatliche Aufgaben." Wenn wichtige Länder wie die USA, Großbritannien und Frankreich ihre Steuern für Unternehmen deutlich senkten, müsse Deutschland reagieren, damit die hiesige Wirtschaft nicht ins Hintertreffen gerate. Ansatzpunkte seien dabei die Körperschaftsteuer, aber auch die Einkommensteuer, die für viele Familienunternehmen die relevante Unternehmenssteuer sei. "Da sind wir mit Spitzensteuersätzen von 42 beziehungsweise 45 Prozent plus Soli schon jetzt am Ende der Fahnenstange."

Während die Unionsparteien Steuererhöhungen vermeiden wollen, schließt die SPD das nicht generell aus.

Frankfurt/London/Brüssel (APA/Reuters) - Die Regierungskrise in Großbritannien hält Anleger von Engagements an den Aktienmärkten ab. Der Dax schloss am Freitag knapp im Minus mit 11.341 Punkten und auch der EuroStoxx50 gab auf 3184 Zähler nach. Auch die Wiener Börse hat knapp im Minus geschlossen. Der ATX fiel 1,01 Punkte oder 0,03 Prozent auf 3.134,10 Einheiten. Der US-Standardwerteindex Dow Jones kam ebenfalls kaum vom Fleck.
 

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Brexit-Chaos macht Anlegern weiter zu schaffen

Washington (APA/Reuters) - Die US-Notenbank Fed steuert laut ihrem Vizechef Richard Clarida auf einen Zinssatz zu, der die Konjunktur weder hemmt noch fördert. Sich auf einem solchen "neutralen" Niveau zu bewegen, sei sinnvoll, sagte der Währungshüter am Freitag dem Sender CNBC. Er sei nicht der Meinung, dass die Erhöhungen der Fed zu weit gingen oder zu schnell vollzogen würden.
 

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Vizechef der US-Notenbank für Zinserhöhungen mit Augenmaß

Rom (APA) - Der italienische Premier Giuseppe Conte plant ein Treffen mit EU-Kommissionspräsidenten Jean-Claude Juncker, um ihm zu erklären, warum Italien an seinem umstrittenen Haushaltsplan festhält. Anfang nächster Woche werde er Kontakt zu Juncker aufnehmen, berichtete Conte am Freitag im Gespräch mit Journalisten in Rom.
 

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Italien-Budget: Conte plant nächste Woche Treffen mit Juncker