Deutsche Wirtschaft warnt: 10 Mrd. Euro Schaden durch Grenzschließung

Die deutsche Wirtschaft warnt vor hohen Kosten durch Grenzschließungen in der Flüchtlingskrise. "Durch Staus und Wartezeiten, zusätzliche Bürokratie oder zum Beispiel die Umstellung von Just-in-time-Lieferung auf deutlich teurere Lagerhaltung können sich die Kosten für die deutsche Wirtschaft schnell auf zehn Milliarden Euro pro Jahr summieren", sagte DIHK-Geschäftsführer Martin Wansleben.

Zähe Grenzkontrollen brächten den Reise- und Warenverkehr zwar nicht zum Erliegen, führten aber zwangsläufig zu Verzögerungen. "Das macht Reisen und Lieferungen unnötig teuer", sagte Wansleben. Der Präsident des Außenhandelsverbandes BGA hatte am Dienstag von Kosten von drei Milliarden Euro gesprochen.

Der Geschäftsführer des Deutschen Industrie- und Handelskammertages (DIHK) plädierte deshalb dafür, die nationalen Grenzen offen zu halten. Für Geschäftsleute, Dienstleister, Handwerker oder Touristen seien Staatsgrenzen derzeit wie eine Kreisgrenze. Sie alle profitierten davon, ebenso wie der Einzelhandel. Bundeskanzlerin Angela Merkel, Finanzminister Wolfgang Schäuble und EU-Kommissionspräsident Jean-Claude Juncker hatten davor gewarnt, dass eine Aufgabe des Schengen-Systems auch die Eurozone treffen würde. Wegen der Flüchtlingskrise setzen immer mehr Länder auf Kontrollen.

Wien/Linz (APA) - Im Korruptionsprozess gegen Ex-Finanzminister Karl-Heinz Grasser (FPÖ/ÖVP) und andere hat der Zweitangeklagte Walter Meischberger heute den ganzen Tag lang die genauen Fragen der Richterin zu den Liechtenstein-Konten beantworten müssen. Dabei kam der frühere FPÖ-Spitzenpolitiker und Grasser-Trauzeuge einige Male ins Rätseln - obwohl er ja angibt, alle drei Konten seien in Wahrheit ihm zuzurechnen.
 

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Grasser-Prozess - Meischberger rätselt über Liechtenstein-Konten

Sonja Sarközi wird Chefin der russischen Sberbank Europe in Wien

Wirtschaft

Sonja Sarközi wird Chefin der russischen Sberbank Europe in Wien

Dublin/Frankfurt (APA/dpa) - Die deutsche Bundesregierung soll nach Auffassung der Pilotengewerkschaft Vereinigung Cockpit (VC) mehr für den Luftverkehr und die dort beschäftigten Arbeitnehmer tun. Es gelte unter anderem, atypische Beschäftigungsmodelle auf europäischer Ebene zu unterbinden, erklärte VC-Präsident Ilja Schulz am Mittwoch beim Deutschen Verkehrspilotentag in Frankfurt.
 

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Pilotengewerkschaft Cockpit kritisiert Leihpilotensystem bei Ryanair