Deutsche Wirtschaft warnt: 10 Mrd. Euro Schaden durch Grenzschließung

Die deutsche Wirtschaft warnt vor hohen Kosten durch Grenzschließungen in der Flüchtlingskrise. "Durch Staus und Wartezeiten, zusätzliche Bürokratie oder zum Beispiel die Umstellung von Just-in-time-Lieferung auf deutlich teurere Lagerhaltung können sich die Kosten für die deutsche Wirtschaft schnell auf zehn Milliarden Euro pro Jahr summieren", sagte DIHK-Geschäftsführer Martin Wansleben.

Zähe Grenzkontrollen brächten den Reise- und Warenverkehr zwar nicht zum Erliegen, führten aber zwangsläufig zu Verzögerungen. "Das macht Reisen und Lieferungen unnötig teuer", sagte Wansleben. Der Präsident des Außenhandelsverbandes BGA hatte am Dienstag von Kosten von drei Milliarden Euro gesprochen.

Der Geschäftsführer des Deutschen Industrie- und Handelskammertages (DIHK) plädierte deshalb dafür, die nationalen Grenzen offen zu halten. Für Geschäftsleute, Dienstleister, Handwerker oder Touristen seien Staatsgrenzen derzeit wie eine Kreisgrenze. Sie alle profitierten davon, ebenso wie der Einzelhandel. Bundeskanzlerin Angela Merkel, Finanzminister Wolfgang Schäuble und EU-Kommissionspräsident Jean-Claude Juncker hatten davor gewarnt, dass eine Aufgabe des Schengen-Systems auch die Eurozone treffen würde. Wegen der Flüchtlingskrise setzen immer mehr Länder auf Kontrollen.

Steyr Motors fährt in die Pleite - und will neu durchstarten

Bonität

Steyr Motors fährt in die Pleite - und will neu durchstarten

EZB-Chef Draghi: Über Reformen und das Ende von Anleihenkäufen

Wirtschaft

EZB-Chef Draghi: Über Reformen und das Ende von Anleihenkäufen

Kundl/Langkampfen/Basel (APA) - Der Novartis-Konzern investiert 200 Mio. Euro in die beiden Produktionsstandorte im Tiroler Schaftenau und in Kundl (beide Bezirk Kufstein). Dies gab das Unternehmen am Donnerstag bekannt. Daniel Palmacci, Leiter der Novartis Produktionsbetriebe in Österreich, bezeichnete dies als "ein starkes Bekenntnis" der Zentrale in Basel in die Kompetenz und Qualität der Standorte in Tirol.
 

Newsticker

Novartis investiert 200 Mio. Euro in Tiroler Standorte