Deutsche Wirtschaft warnt: 10 Mrd. Euro Schaden durch Grenzschließung

Die deutsche Wirtschaft warnt vor hohen Kosten durch Grenzschließungen in der Flüchtlingskrise. "Durch Staus und Wartezeiten, zusätzliche Bürokratie oder zum Beispiel die Umstellung von Just-in-time-Lieferung auf deutlich teurere Lagerhaltung können sich die Kosten für die deutsche Wirtschaft schnell auf zehn Milliarden Euro pro Jahr summieren", sagte DIHK-Geschäftsführer Martin Wansleben.

Zähe Grenzkontrollen brächten den Reise- und Warenverkehr zwar nicht zum Erliegen, führten aber zwangsläufig zu Verzögerungen. "Das macht Reisen und Lieferungen unnötig teuer", sagte Wansleben. Der Präsident des Außenhandelsverbandes BGA hatte am Dienstag von Kosten von drei Milliarden Euro gesprochen.

Der Geschäftsführer des Deutschen Industrie- und Handelskammertages (DIHK) plädierte deshalb dafür, die nationalen Grenzen offen zu halten. Für Geschäftsleute, Dienstleister, Handwerker oder Touristen seien Staatsgrenzen derzeit wie eine Kreisgrenze. Sie alle profitierten davon, ebenso wie der Einzelhandel. Bundeskanzlerin Angela Merkel, Finanzminister Wolfgang Schäuble und EU-Kommissionspräsident Jean-Claude Juncker hatten davor gewarnt, dass eine Aufgabe des Schengen-Systems auch die Eurozone treffen würde. Wegen der Flüchtlingskrise setzen immer mehr Länder auf Kontrollen.

Leverkusen (APA/Reuters) - Der deutsche Pharmakonzern Bayer erwägt eine Auslagerung von Pharmaforschungsaktivitäten. Vorstandschef Werner Baumann habe Ende September auf einer Betriebsversammlung in Leverkusen über das schwächer werdende Wachstum des Pharmageschäfts gesprochen und Gedanken geäußert, dass Ausgaben für die Forschung nach außen verlagert werden könnten, erklärte der Bayer-Gesamtbetriebsrat in einem Infobrief.
 

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Betriebsrat: Bayer prüft Auslagerung von Pharmaforschungsaktivitäten

Hamburg (APA/dpa) - Der deutsche Konsumgüterkonzern Beiersdorf wird künftig von Stefan De Loecker geführt. Der bisherige stellvertretende Vorstandsvorsitzende soll mit 1. Jänner Stefan Heidenreich an der Spitze beerben, wie der DAX-Konzern am Montag in Hamburg mitteilte. Das entschied der Aufsichtsrat.
 

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Vize De Loecker rückt bei Beiersdorf an die Spitze

Brüssel/Burbank (Kalifornien) (APA/Reuters) - Der US-Medienkonzern Walt Disney will sich das grüne Licht der EU-Kommission zur Übernahme des Film- und Fernsehgeschäfts des Konkurrenten Twenty-First Century Fox mit Zugeständnissen sichern. Es gehe darum, den Wettbewerbshütern ihre Bedenken zu nehmen, teilte die EU-Kommission am Montag mit ohne Details zu nennen.
 

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Disney-Konzern ringt um Zustimmung der EU-Kommission zu Fox-Deal