Deutsche Wirtschaft setzt auf mehr Indien-Geschäfte

Berlin/Neu-Delhi (APA/dpa) - Die deutsche Wirtschaft setzt im Geschäft mit Indien nach einer Schwächephase auf wieder steigende Ausfuhren und Investitionen. "Die Wirtschaftsbeziehungen sind deutlich entwicklungsfähig", sagte der Außenwirtschaftschef der Deutschen Industrie- und Handelskammer (DIHK), Volker Treier. In diesem Jahr sei mit einem Anstieg deutscher Exporte um mehr als zehn Prozent zu rechnen.

"Gemessen am Potenzial des Landes bleiben deutsche Unternehmen bisher hinter den Möglichkeiten", sagte Treier der Deutschen Presse-Agentur. So investierten diese in China viermal mehr als in der ebenfalls boomenden Volkswirtschaft Indien.

Der deutsche Finanzminister Wolfgang Schäuble (CDU) ist an diesem Montag und Dienstag zu Gesprächen in der indischen Hauptstadt Neu Delhi. Neben Treffen mit Unternehmern der drittgrößten Volkswirtschaft Asiens ist ein Gespräch mit Premierminister Narendra Modi geplant. Indien ist in diesem Jahr offizieller Partner der Industriemesse in Hannover.

Nach Angaben des DIHK sind in Indien etwa 1.000 Unternehmen aktiv mit Direktinvestitionen von zehn Milliarden Euro. Lange hatte das Land mit rund 1,25 Milliarden Einwohnern mit Kapitalabzug und geringeren Wachstumsraten zu kämpfen. Seit dem Regierungswechsel im Mai hat sich die Stimmung der indischen Wirtschaft aber verbessert. Experten rechnen für 2015 mit einem Konjunkturplus von gut sechs Prozent.

"Indien bietet sich auch für industrielle Produktion an", sagte Treier. Es gebe enormes Potenzial im Energiesektor, in der Umwelttechnologie, Medizintechnik sowie im Dienstleistungs- und IT-Bereich. Die Infrastruktur sei aber noch mangelhaft, die Stromversorgung brüchig. Auch gebe es Zollschranken zwischen den einzelnen Bundesstaaten. Dies behindere eine Industriefertigung: "Modi will das mit vielversprechenden Reformen alles anpacken."

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Kundl/Langkampfen/Basel (APA) - Der Novartis-Konzern investiert 200 Mio. Euro in die beiden Produktionsstandorte im Tiroler Schaftenau und in Kundl (beide Bezirk Kufstein). Dies gab das Unternehmen am Donnerstag bekannt. Daniel Palmacci, Leiter der Novartis Produktionsbetriebe in Österreich, bezeichnete dies als "ein starkes Bekenntnis" der Zentrale in Basel in die Kompetenz und Qualität der Standorte in Tirol.
 

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Novartis investiert 200 Mio. Euro in Tiroler Standorte