Deutsche Wirtschaft findet nicht aus der Flaute

Berlin (APA/Reuters) - Die deutsche Wirtschaft wächst so langsam wie seit knapp eineinhalb Jahren nicht mehr. Der kombinierte Einkaufsmanagerindex für Industrie und Dienstleister fiel im November um 1,8 auf 52,1 Punkte, wie das Markit-Institut am Donnerstag zu seiner Umfrage unter Hunderten Unternehmen mitteilte. Das ist der schlechteste Wert seit Juli 2013.

"Hauptverantwortlich dafür war der Mangel an Neu- und Folgeaufträgen", hieß es. Das Barometer hielt sich aber noch über der Marke von 50 Zählern, ab der es Wachstum signalisiert.

"Zu schaffen macht den Unternehmen die wirtschaftliche Unsicherheit und die gesunkene Nachfrage vom In-und Ausland gleichermaßen", sagte Markit-Ökonom Oliver Kolodseike. "Anlass zur Besorgnis ist vor allem die Kombination aus schwachem Wirtschaftswachstum, anhaltenden Überkapazitäten und dem Mangel an Neuaufträgen - trotz reduzierter Verkaufspreise." Im laufenden vierten Quartal dürfte das Bruttoinlandsprodukt daher nicht nennenswert wachsen, nachdem es bereits im Sommer nur zu einem Mini-Plus von 0,1 Prozent gereicht hatte.

Das Barometer für die Industrie fiel überraschend um 1,4 auf 50,0 Zähler. Ökonomen hatten 51,5 Punkte erwartet. "Die Industriebetriebe verbuchten das höchste Auftragsminus seit knapp zwei Jahren, ausgelöst durch die wirtschaftliche Unsicherheit und die sinkende Binnen- und Exportnachfrage", erklärte Markit. "Bei den Auslandsbestellungen schlugen sogar erstmals seit Juli 2013 wieder Verluste zu Buche."

Die Dienstleister konnten sich dem Abwärtstrend nicht entziehen. Deren Barometer gab um 2,3 auf 52,1 Punkte nach, während Experten 54,5 Zähler vorausgesagt hatten. Hier fiel das Auftragsplus so gering aus wie seit Jahresbeginn nicht mehr. Die Unternehmen bewerteten ihre Geschäftsaussichten zwar einen Tick optimistischer, doch blieb der Wert deutlich unter seinem langfristigen Durchschnitt. "Belastet wird die Stimmung nicht nur von der Einführung des Mindestlohns, sondern auch von der wirtschaftlichen Unsicherheit hierzulande und im Ausland", schrieb Markit.

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Kundl/Langkampfen/Basel (APA) - Der Novartis-Konzern investiert 200 Mio. Euro in die beiden Produktionsstandorte im Tiroler Schaftenau und in Kundl (beide Bezirk Kufstein). Dies gab das Unternehmen am Donnerstag bekannt. Daniel Palmacci, Leiter der Novartis Produktionsbetriebe in Österreich, bezeichnete dies als "ein starkes Bekenntnis" der Zentrale in Basel in die Kompetenz und Qualität der Standorte in Tirol.
 

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