Deutsche Volks- und Raiffeisenbanken fuhren 2014 Milliardengewinn ein

Frankfurt - Die Genossenschaftsbanken in Deutschland trotzen den niedrigen Zinsen und der schwachen Kreditnachfrage in Deutschland. Volks- und Raiffeisenbanken, Sparda-Banken, PSD Banken und genossenschaftliche Sonderinstitute steigerten ihren Überschuss 2014 um 8 Prozent auf 2,1 Mrd. Euro, wie der Branchenverband BVR heute, Dienstag, in Frankfurt mitteilte.

Damit ließen die Genossen erneut die Deutsche Bank hinter sich, die 2014 lediglich auf einen Gewinn von 1,7 Mrd. Euro kam.

Wegen der niedrigen Zinsen stehen auch bei den Genossenschaftsbanken die Margen im Einlagen- und Kreditgeschäft unter Druck. Die Volks- und Raiffeisenbanken konnten dies jedoch durch ein höheres Geschäftsvolumen mehr als wettmachen. Der Zinsüberschuss kletterte um zwei Prozent auf 17,2 Mrd. Euro. Das Provisionsergebnis erhöhte sich um fünf Prozent auf 4,4 Milliarden, da Kunden verstärkt in Wertpapiere investierten.

Trotz einer verhaltenen Kreditnachfrage in Europa steigerten die Genossenschaftsbanken ihren Darlehensbestand um vier Prozent auf 482 Mrd. Euro. Die Kundeneinlagen legten um ebenfalls vier Prozent auf 582 Mrd. Euro zu. "Der stabile Einlagenüberhang von rund 100 Mrd. Euro eröffnet uns auch für die kommenden Jahre Spielräume, unabhängig vom Kapitalmarkt im Kreditgeschäft weiter zu wachsen", sagte BVR-Vorstand Andreas Martin. Er rechnet damit, dass die Genossenschaftsbanken ihren Marktanteil in Deutschland im laufenden Jahr dank eines florierenden Kundengeschäfts weiter ausbauen können.

Die Zahl der Kreditgenossenschaften sank im vergangenen Jahr um 31 auf 1.047 Banken. Dies sei ein "leicht beschleunigter, aber gleichwohl moderater Konsolidierungskurs", sagte Martin. Kleine Genossenschaftsbanken kämpfen unter anderem mit den steigenden Anforderungen der Aufsichtsbehörden. "Mittelständische Kreditinstitute benötigen dringend mehr Freiraum und weniger Regulierung, um die Versorgung der Realwirtschaft auch weiterhin sicherstellen zu können", forderte BVR-Präsident Uwe Fröhlich. Das sei für Unternehmen wichtiger als die von der EU-Kommission vorangetriebene Kapitalmarktunion.

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Kundl/Langkampfen/Basel (APA) - Der Novartis-Konzern investiert 200 Mio. Euro in die beiden Produktionsstandorte im Tiroler Schaftenau und in Kundl (beide Bezirk Kufstein). Dies gab das Unternehmen am Donnerstag bekannt. Daniel Palmacci, Leiter der Novartis Produktionsbetriebe in Österreich, bezeichnete dies als "ein starkes Bekenntnis" der Zentrale in Basel in die Kompetenz und Qualität der Standorte in Tirol.
 

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