Deutsche Verlage und Amazon streiten jetzt um Hörbücher

Nach einem Bericht des Nachrichtenmagazins "Spiegel" wollen die deutschen Verlage gegen den Online-Buchhändler Amazon vor das Kartellgericht ziehen. Die Verlage stemmen sich gegen die Flatrate-Modelle von Hörbüchern. Amazon droht Verlegern mit der Auslistung falls sie das Flatrate-Modell nicht akzeptieren.

Frankfurt am Main. Zwischen dem Online-Händler Amazon und den deutschen Verlagen bahnt sich ein neuer Konflikt an - dieses Mal wegen digitaler Hörbücher. Einige erwägen nach einem "Spiegel"-Bericht eine Beschwerde beim Kartellamt, weil Amazon ein digitales Flatrate-Modell bei Hörbüchern durchsetzen wolle. Wer dem Modell nicht zustimme, dem drohe die Auslistung. Von Amazon war keine Stellungnahme zu erhalten.

Dem Frankfurter Unternehmen Bookwire hat die Amazon-Tochter Audible laut "Spiegel" keinen neuen Vertrag angeboten. Bookwire, das nach eigenen Angaben Hörbücher für zahlreiche Verlage vertreibt, wollte dazu am Freitag nicht Stellung nehmen. Ein Sprecher des Börsenvereins des Deutschen Buchhandels (Frankfurt) bestätigte jedoch, dass man eine Beschwerde beim Kartellamt unterstützen würde. "Wenn Audible kleinen Hörbuchverlagen damit droht, ihre Titel auszulisten, ist das angesichts seiner Marktmacht aus meiner Sicht rechtlich sehr fragwürdig", sagte der Hauptgeschäftsführer des Verbands, Alexander Skipis, dem "Spiegel".

Amazon und der deutsche Buchhandel hatten bereits über über E-Book-Rabatte heftige Auseinandersetzungen geführt.

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Kundl/Langkampfen/Basel (APA) - Der Novartis-Konzern investiert 200 Mio. Euro in die beiden Produktionsstandorte im Tiroler Schaftenau und in Kundl (beide Bezirk Kufstein). Dies gab das Unternehmen am Donnerstag bekannt. Daniel Palmacci, Leiter der Novartis Produktionsbetriebe in Österreich, bezeichnete dies als "ein starkes Bekenntnis" der Zentrale in Basel in die Kompetenz und Qualität der Standorte in Tirol.
 

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Novartis investiert 200 Mio. Euro in Tiroler Standorte