Deutsche Verlage und Amazon streiten jetzt um Hörbücher

Nach einem Bericht des Nachrichtenmagazins "Spiegel" wollen die deutschen Verlage gegen den Online-Buchhändler Amazon vor das Kartellgericht ziehen. Die Verlage stemmen sich gegen die Flatrate-Modelle von Hörbüchern. Amazon droht Verlegern mit der Auslistung falls sie das Flatrate-Modell nicht akzeptieren.

Frankfurt am Main. Zwischen dem Online-Händler Amazon und den deutschen Verlagen bahnt sich ein neuer Konflikt an - dieses Mal wegen digitaler Hörbücher. Einige erwägen nach einem "Spiegel"-Bericht eine Beschwerde beim Kartellamt, weil Amazon ein digitales Flatrate-Modell bei Hörbüchern durchsetzen wolle. Wer dem Modell nicht zustimme, dem drohe die Auslistung. Von Amazon war keine Stellungnahme zu erhalten.

Dem Frankfurter Unternehmen Bookwire hat die Amazon-Tochter Audible laut "Spiegel" keinen neuen Vertrag angeboten. Bookwire, das nach eigenen Angaben Hörbücher für zahlreiche Verlage vertreibt, wollte dazu am Freitag nicht Stellung nehmen. Ein Sprecher des Börsenvereins des Deutschen Buchhandels (Frankfurt) bestätigte jedoch, dass man eine Beschwerde beim Kartellamt unterstützen würde. "Wenn Audible kleinen Hörbuchverlagen damit droht, ihre Titel auszulisten, ist das angesichts seiner Marktmacht aus meiner Sicht rechtlich sehr fragwürdig", sagte der Hauptgeschäftsführer des Verbands, Alexander Skipis, dem "Spiegel".

Amazon und der deutsche Buchhandel hatten bereits über über E-Book-Rabatte heftige Auseinandersetzungen geführt.

Paris (APA/AFP) - Unter Präsident Emmanuel Macron ist Frankreich für deutsche Unternehmen wieder deutlich attraktiver geworden: 90 Prozent der deutschen Firmen in Frankreich bewerten die Wirtschaftslage derzeit als gut oder zufriedenstellend - mehr als doppelt so viele wie vor zwei Jahren, wie es in einer am Freitag in Paris veröffentlichten Studie der Deutsch-Französischen Industrie- und Handelskammer heißt.
 

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Deutsche Unternehmen finden Frankreich wieder attraktiv

London (APA/Reuters) - Der Haushaltsstreit von Italien mit der EU-Kommission bremst am Geldmarkt die Spekulationen auf eine EZB-Zinserhöhung. Mittlerweile wird erst für Oktober 2019 damit gerechnet, dass die Europäische Zentralbank (EZB) einen ihrer Schlüsselzinsen anhebt. Die Chancen für einen Schritt um zehn Basispunkte bereits im September 2019 werden dagegen inzwischen als deutlich niedriger angesehen.
 

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Erster EZB-Zinsschritt 2019 wegen Italien-Streits später erwartet

Bangalore/Santa Clara (Kalifornien) (APA/Reuters) - Der Chiphersteller Micron Technology Inc kauft seinem Partner Intel dessen Anteil an dem Gemeinschaftsunternehmen IM Flash Technologies ab. Dafür lege Micron Techology rund 1,5 Milliarden Dollar (1,30 Mrd. Euro) in bar auf den Tisch, teilte das US-Unternehmen am Donnerstag mit.
 

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Micron kauft Intel-Anteil an Joint-Venture IM Flash Technologies