Deutsche Verbraucherschützer warnen vor dubiosen Bitcoin-Geschäften

Frankfurt (APA/AFP) - Am Hype um digitale Währungen wie den Bitcoin wollen zunehmend auch dubiose Anbieter mitverdienen. Marktwächterexperten der Verbraucherzentrale Hessen warnten am Mittwoch vor undurchsichtigen Geschäften rund um Kryptowährungen. Demnach gibt es eine wachsende Zahl von Beschwerden über Anbieter, die Verbraucher mit dem Versprechen auf hohe Renditen in zweifelhafte Investitionen locken.

Aktuell untersuchten die Verbraucherschützer Beschwerden zu knapp 20 verschiedenen Anbietern und sechs Währungen. Hinter solchen Angeboten könnten sich auch verbotene Schneeballsysteme verbergen, bei denen Verbraucher als "Agenten" neue Interessenten werben sollen und dafür Provisionen erhalten, erklärte die Zentrale. Sogenannte Schneeballsysteme versprechen immense Renditen - benötigen dafür aber eine ständig wachsende Zahl an Teilnehmern und brechen deshalb der Verbraucherzentrale zufolge "zwangsläufig" zusammen.

Hierfür würden die Anbieter auf Facebook und in Messenger-Diensten werben oder Verbraucher unaufgefordert per E-Mail kontaktieren, erklärten die Marktwächterexperten. Oft seien die Angebote hierbei "völlig intransparent".

"Hier sind nicht Kryptowährungen an sich das Problem, sondern unlautere Geschäfte in diesem Umfeld", erklärte Wolf Brandes von der Verbraucherzentrale Hessen. Aber auch bei vermutlich seriösen Angeboten sollten Verbraucher äußerst vorsichtig sein. Über die Akzeptanz und Beständigkeit von Bitcoin & Co sei "kaum eine verlässliche Aussage möglich", warnte Brandes.

Der Hype um die Kryptowährung Bitcoin ist derzeit von einem extremen Auf und Ab geprägt. Ende Dezember war der Kurs zeitweise auf über 20.000 Dollar (aktuell 16.328 Euro) gestiegen. In der vergangenen Woche war er dann erstmals seit Anfang Dezember wieder unter die 10.000-Dollar-Marke gerutscht.

Kritiker bezeichnen die Digitalwährung, die im Jahr 2009 als ein von Zentralbanken und anderen staatlichen Institutionen unabhängiges Zahlungsmittel aus der Taufe gehoben worden war, als reines Spekulationsobjekt und warnen vor einer Blase.

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Kundl/Langkampfen/Basel (APA) - Der Novartis-Konzern investiert 200 Mio. Euro in die beiden Produktionsstandorte im Tiroler Schaftenau und in Kundl (beide Bezirk Kufstein). Dies gab das Unternehmen am Donnerstag bekannt. Daniel Palmacci, Leiter der Novartis Produktionsbetriebe in Österreich, bezeichnete dies als "ein starkes Bekenntnis" der Zentrale in Basel in die Kompetenz und Qualität der Standorte in Tirol.
 

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