Deutsche Verbraucher in bester Konsumlaune

Nürnberg (APA/dpa/Reuters) - Die deutschen Verbraucher sind weiter in bester Konsumlaune. Sie seien inzwischen nicht nur in Sachen Konjunktur etwas optimistischer als im Vormonat, sondern auch wieder verstärkt zu größeren Ausgaben bereit, schreibt das Marktforschungsinstitut GfK in seiner am Mittwoch veröffentlichten Konsumklimastudie für März. Entsprechend dürfte sich das Konsumklima im April leicht verbessern.

Der von der GfK monatlich auf Basis von Verbraucherumfragen ermittelte Konsumklimaindex werde deshalb im kommenden Monat um 0,1 Punkte auf 10,9 Punkte steigen. Bei der Stimmungsabschwächung im Februar hat es sich nach GfK-Einschätzung lediglich um "eine kleine Delle" gehandelt, die im März zum Teil wieder ausgebügelt worden sei.

"Der Konjunkturmotor läuft derzeit rund und mit sehr hoher Drehzahl. Die Verbraucher gehen davon aus, dass dies auch in den kommenden Monaten der Fall sein wird", sagte GfK-Experte Rolf Bürkl.

Die Konsumenten schätzen sowohl die Aussichten für die deutsche Wirtschaft als auch für ihre eigenen Einkommen ein wenig besser ein als zuletzt. Die Bereitschaft zu größeren Anschaffungen, etwa zum Kauf von Möbeln, nahm deutlich zu. Das entsprechende Barometer kletterte im März auf 59,1 Zähler von 56,3 Punkten im Februar.

Vor allem "die exzellente Verfassung des Arbeitsmarktes" liefere das entscheidende Argument für den Optimismus der Verbraucher. Die in weiten Teilen der Wirtschaft lebhafte Nachfrage nach Arbeitskräften gibt laut GfK Raum für Lohn- und Gehaltssteigerungen. Die Beschäftigungsaussichten können nach Einschätzung der Arbeitsagenturen kaum noch besser werden.

Nach Ansicht des GfK-Experten droht der guten Konsumstimmung in Deutschland jedoch womöglich Störfeuer von außen: "Sollten zum Beispiel die protektionistischen Tendenzen in den USA in einen Handelskrieg münden, bei dem Deutschland als Exportnation überaus stark betroffen wäre, würde dies auch das Konsumklima spürbar beeinflussen."

Brüssel (APA) - Die Staatssekretärin im Innenministerium, Karoline Edtstadler, (ÖVP) hat am Montag bei einer von der Oesterreichischen Nationalbank (OeNB) in Brüssel veranstalteten Konferenz zu Cybersecurity, betont, es sei eine Pflicht, das entsprechende EU-Gesetzespaket bis Jahresende abzuschließen. OeNB-Gouverneur Ewald Nowotny erklärte, dass es wöchentlich Cyberattacken auf österreichische Banken gebe.
 

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Edtstadler will EU-Cybersecurity-Paket heuer abschließen

Washington (APA/dpa) - Im eskalierenden Handelsstreit der USA mit vielen Ländern der Welt haben die Vereinigten Staaten nun ihrerseits Beschwerde bei der Welthandelsorganisation (WTO) eingelegt. Diese richte sich gegen die Vergeltungszölle, die China, die Europäische Union, Kanada, Mexiko und die Türkei als Reaktion auf US-Sonderzölle auf Aluminium und Stahlimporte einführten.
 

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USA legen Beschwerde bei WTO gegen Strafzölle ein

Moskau/Kiew (APA) - Der italienische Innenminister Matteo Salvini hat die EU aufgerufen, den Sanktionen gegen Russland ein Ende zu setzen. Es sei nicht auszuschließen, dass Italien die zum Jahresende anstehende Verlängerung der Sanktionen gegen Russland durch sein Veto stoppen werde, sagte Salvini bei einer Pressekonferenz im Rahmen seines Besuchs in Moskau am Montag.
 

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Salvini droht mit Veto gegen Verlängerung der Russland-Sanktionen