Deutsche Unternehmensinvestitionen: KfW erwartet 2015 wenig Belebung

Frankfurt - Deutschlands Unternehmen werden ihre Investitionen nach einer Prognose der staatlichen Förderbank KfW in diesem Jahr nur geringfügig ausweiten. Nach dem am Montag veröffentlichten KfW-Investbarometer bremst die global eher verhaltene Nachfrage in Verbindung mit den Unsicherheiten in Europa nach wie vor die Bereitschaft der Unternehmen, in neue Maschinen, Geräte oder Fabriken zu investieren.

Daher erwarte die KfW 2015 nur ein kleines Plus von 0,9 Prozent zum Vorjahr. "Die Unternehmen halten sich vorerst mit Investitionen zurück", sagte KfW-Chefvolkswirt Jörg Zeuner: "Erst wenn der konjunkturelle Aufschwung sich noch weiter gefestigt hat, wird es zu einer Trendwende kommen." Dass die Unternehmen ihre Investitionen 2014 um 3,7 Prozent steigerten, lag allein am Auftaktquartal: In den folgenden drei Quartalen sanken die Investitionen jeweils zum vorangegangenen Vierteljahr.

Nach der Analyse wird der konjunkturelle Rückenwind in Deutschland und in der Eurozone - unterstützt vom gefallenen Ölpreis und dem schwachen Euro - im Laufe des Jahres zu einer steigenden Kapazitätsauslastung der Unternehmen führen. Das werde sich nach und nach auf die Investitionstätigkeit auswirken: Für 2016 erwartet die KfW daher, dass die Unternehmen ihre Investitionen wieder stärker um 3,0 Prozent steigern werden.

Frankfurt/London/Brüssel (APA/Reuters) - Die Regierungskrise in Großbritannien hält Anleger von Engagements an den Aktienmärkten ab. Der Dax schloss am Freitag knapp im Minus mit 11.341 Punkten und auch der EuroStoxx50 gab auf 3184 Zähler nach. Auch die Wiener Börse hat knapp im Minus geschlossen. Der ATX fiel 1,01 Punkte oder 0,03 Prozent auf 3.134,10 Einheiten. Der US-Standardwerteindex Dow Jones kam ebenfalls kaum vom Fleck.
 

Newsticker

Brexit-Chaos macht Anlegern weiter zu schaffen

Washington (APA/Reuters) - Die US-Notenbank Fed steuert laut ihrem Vizechef Richard Clarida auf einen Zinssatz zu, der die Konjunktur weder hemmt noch fördert. Sich auf einem solchen "neutralen" Niveau zu bewegen, sei sinnvoll, sagte der Währungshüter am Freitag dem Sender CNBC. Er sei nicht der Meinung, dass die Erhöhungen der Fed zu weit gingen oder zu schnell vollzogen würden.
 

Newsticker

Vizechef der US-Notenbank für Zinserhöhungen mit Augenmaß

Rom (APA) - Der italienische Premier Giuseppe Conte plant ein Treffen mit EU-Kommissionspräsidenten Jean-Claude Juncker, um ihm zu erklären, warum Italien an seinem umstrittenen Haushaltsplan festhält. Anfang nächster Woche werde er Kontakt zu Juncker aufnehmen, berichtete Conte am Freitag im Gespräch mit Journalisten in Rom.
 

Newsticker

Italien-Budget: Conte plant nächste Woche Treffen mit Juncker