Deutsche börsennotierte Unternehmen schütten Rekord-Dividenden aus

Frankfurt - Die Anteilseigner deutscher Aktiengesellschaften können sich über den üppigsten Geldregen der Geschichte freuen: Die 616 börsennotierten Unternehmen in Deutschland schütten in diesem Jahr die Rekord-Dividende von 41,7 Mrd. Euro aus, wie die Deutschen Schutzvereinigung für Wertpapierbesitz (DSW) am Montag in Frankfurt mitteilte.

Dank des guten Geschäftsjahres 2014 sei die bisherige Bestmarke aus dem Jahr 2008 von 38,2 Mrd. Euro um 9,2 Prozent und der Vorjahreswert um 13,4 Prozent übertroffen worden.

"Damit legten die Dividendenzahlungen zum fünften Mal in Folge zu. Den letzten Rückgang hatte es im Krisenjahr 2010 gegeben", sagte DSW-Hauptgeschäftsführer Marc Tüngler. Auch die Zahl der Dividendenzahler unter den Aktiengesellschaften sei mit über 350 so hoch wie noch nie.

Mit einem Plus von 33 Prozent erhöhten die mittelgroßen Unternehmen aus dem MDax ihre Ausschüttungen besonders kräftig. Aktionäre, die Papiere von Dax-Unternehmen halten, bekommen nach den Angaben im Schnitt ein Zehntel mehr als 2014, die kleineren SDax-Gesellschaften sattelten im Vergleich zum Vorjahr gut 20 Prozent bei den Dividenden drauf. Die Gewinnausschüttungen der im Technologieindex TecDAX notierten Unternehmen legten um 22,5 Prozent zu.

Größter Dividendenzahler ist nach den Angaben die Allianz: Der Versicherungskonzern zahlt seinen Aktionären 3,1 Mrd. Euro.

Der südafrikanische Steinhoff-Großaktionär Christo Wiese kappt nach seinem Rücktritt als Verwaltungsratschef weitere Verbindungen zu dem angeschlagenen Handelsriesen. Wiese sagte am Freitag den Verkauf der Einzelhandelskette Shoprite an Steinhoffs Afrika-Tochter STAR ohne Angabe von Gründen ab.
 

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Steinhoff-Großaktionär sagt Milliarden-Firmenverkauf ab

Der kriselnde Möbelhändler Steinhoff - Muttergesellschaft von Kika/Leiner - lässt seinen Ankündigungen Taten folgen und versilbert Anteile an der südafrikanischen Investmentgesellschaft PSG Group. So habe das Unternehmen 20,6 Millionen Aktien oder 9,5 Prozent der Anteile an PSG verkauft, teilte Steinhoff am Freitag mit.
 

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Steinhoff verkauft Anteile an südafrikanischer Investmentgesellschaft

Am Mittwoch ist die Air-Berlin-Tochter Niki pleitegegangen. Noch gibt es eine leise Hoffnung, die Firma zu erhalten. Unterdessen fischen Konkurrenten bereits nach den hoch qualifizierten Niki-Mitarbeitern. Und auch die Kunden können hoffen, dass sie nicht um ihr Geld umfallen. Die deutsche Regierung muss aber einen Teil ihres 150 Mio. Euro schweren Überbrückungskredits für Air Berlin abschreiben.
 

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Niki-Pleite - Chancen für Mitarbeiter und letzte Hoffnung für Firma