Deutsche Umweltministerin wirft Autobauern Standort-Rufschädigung vor

Berlin/Ingolstadt (APA/AFP) - Nach dem Bekanntwerden einer möglichen weiteren unzulässigen Abgassoftware in Audi-Dieselfahrzeugen hat die deutsche Umweltministerin Svenja Schulze (SPD) den Autoherstellern eine Rufschädigung des Standorts Deutschland vorgeworfen. "Mit derlei Manipulationen verspielen die Autohersteller auch den guten Ruf der deutschen Industrie als Treiber fortschrittlicher Technik", sagte sie den Zeitungen des Redaktionsnetzwerks Deutschland vom Mittwoch.

"Ich erwarte, dass die deutsche Autoindustrie im Interesse der Umwelt und der Verbraucher Innovationen nach vorne bringt." Am Dienstag war bekannt geworden, dass die VW-Tochter Audi offenbar eine weitere unzulässige Abgassoftware in einigen Dieselautos eingesetzt hat. Dem deutschen Verkehrsministerium zufolge geht das Kraftfahrt-Bundesamt (KBA) entsprechenden Hinweisen bei einer aktuellen Version des A6 und A7 nach. Audi selbst habe die Behörde über "Auffälligkeiten in der Steuerungssoftware bei V6-Dieselmotoren" informiert, teilte der Autobauer mit.

"Dass auch bei so neuen Modellen wie dem Audi A6 und A7 Betrugssoftware verbaut worden sein soll, finde ich - wenn es denn zutrifft - absolut empörend", sagte Schulze. Derlei Vorgänge seien "Ausdruck unverantwortlichen Managements". Die Ministerin mahnte vor diesem Hintergrund rechtliche Konsequenzen an. "Für die Autoindustrie müssen dieselben Regeln gelten wie für jeden anderen auch: Wer betrügt, bekommt es mit dem Rechtsstaat zu tun", sagte Schulze.

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Kundl/Langkampfen/Basel (APA) - Der Novartis-Konzern investiert 200 Mio. Euro in die beiden Produktionsstandorte im Tiroler Schaftenau und in Kundl (beide Bezirk Kufstein). Dies gab das Unternehmen am Donnerstag bekannt. Daniel Palmacci, Leiter der Novartis Produktionsbetriebe in Österreich, bezeichnete dies als "ein starkes Bekenntnis" der Zentrale in Basel in die Kompetenz und Qualität der Standorte in Tirol.
 

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Novartis investiert 200 Mio. Euro in Tiroler Standorte

Rom/Menlo Park (APA) - Nachdem die US-Internetriesen Google und Amazon wegen vermuteter Steuerhinterziehung ins Visier der italienischen Justiz geraten sind, hat sich Facebook mit Italiens Steuerbehörden auf die Zahlung von 100 Mio. Euro geeinigt, um ein Steuerverfahren abzuschließen. Die Mailänder Justiz hatte dem E-Commerce-Riesen Steuerhinterziehung in Höhe von 300 Mio. Euro vorgeworfen, so italienische Medien.
 

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Facebook einigt sich mit italienischem Fiskus und zahlt 100 Mio. Euro