Deutsche Umweltministerin will Diesel-Steuervorteil doch erhalten

Deutschlands Umweltministerin Barbara Hendricks will den Steuervorteil für Dieselautos doch beibehalten. "Eine Anhebung der Steuersätze für Dieselfahrzeuge steht für mich nicht auf der politischen Agenda", erklärte die SPD-Politikerin am Donnerstag. Zuvor hatte sie im ZDF-Morgenmagazin gesagt, man könnte über eine Erhöhung nachdenken.

Hendricks sagte, diese Äußerung habe "Anlass für missverständliche Interpretationen" gegeben. "Eine Verteufelung des Dieselantriebs wäre die falsche Konsequenz aus den Abgasmanipulationen.

Dagegen hat die französische Regierung mitten im VW-Abgasskandal angekündigt, ihren Steuervorteil für Diesel zu reduzieren. Frankreich hebt die Steuern auf Diesel 2016 und 2017 um jeweils einen Cent pro Liter an. Zugleich sollen die Abgaben auf Benzin in den kommenden beiden Jahren um den gleichen Betrag sinken, wie die Regierung in Paris am Mittwochabend mitteilte. Ziel sei es, die Abgaben auf beide Kraftstoffe binnen fünf Jahren anzugleichen.

Diesel profitiert in Frankreich schon lange von einer steuerlichen Bevorzugung. Dass der Staat fast 20 Cent Abgaben pro Liter weniger verlange als für Benzin, habe eine "massive Verdieselung des Fuhrparks" zur Folge gehabt, erklärte die Regierung. Viele Franzosen seien inzwischen besorgt über die daraus resultierende Verschlechterung der Luftqualität. Die Steuererhöhungen auf Diesel müssen noch das Parlament passieren.

Bereits vergangene Woche hatte Frankreichs Umweltministerin Segolene Royal gesagt, bei Diesel handle es sich um "eine anerkanntermaßen krebserregende Substanz", weshalb die Besteuerung gegenüber Benzin zumindest "neutral" gestaltet werden müsse. Die dadurch zu erwartenden höheren Steuereinnahmen könnten dann teilweise dazu genutzt werden, Käufern von umweltfreundlicheren Autos einen Zuschuss zu gewähren, sagte Royal.

Dieselmotoren stoßen weniger Kohlendioxid aus als Benziner, dafür sind ihre Stickoxid-Emissionen weit höher.

Frankfurt/London/Brüssel (APA/Reuters) - Die Regierungskrise in Großbritannien hält Anleger von Engagements an den Aktienmärkten ab. Der Dax schloss am Freitag knapp im Minus mit 11.341 Punkten und auch der EuroStoxx50 gab auf 3184 Zähler nach. Auch die Wiener Börse hat knapp im Minus geschlossen. Der ATX fiel 1,01 Punkte oder 0,03 Prozent auf 3.134,10 Einheiten. Der US-Standardwerteindex Dow Jones kam ebenfalls kaum vom Fleck.
 

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Brexit-Chaos macht Anlegern weiter zu schaffen

Washington (APA/Reuters) - Die US-Notenbank Fed steuert laut ihrem Vizechef Richard Clarida auf einen Zinssatz zu, der die Konjunktur weder hemmt noch fördert. Sich auf einem solchen "neutralen" Niveau zu bewegen, sei sinnvoll, sagte der Währungshüter am Freitag dem Sender CNBC. Er sei nicht der Meinung, dass die Erhöhungen der Fed zu weit gingen oder zu schnell vollzogen würden.
 

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Vizechef der US-Notenbank für Zinserhöhungen mit Augenmaß

Rom (APA) - Der italienische Premier Giuseppe Conte plant ein Treffen mit EU-Kommissionspräsidenten Jean-Claude Juncker, um ihm zu erklären, warum Italien an seinem umstrittenen Haushaltsplan festhält. Anfang nächster Woche werde er Kontakt zu Juncker aufnehmen, berichtete Conte am Freitag im Gespräch mit Journalisten in Rom.
 

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Italien-Budget: Conte plant nächste Woche Treffen mit Juncker