Deutsche und österreichische Umwelt-NGOs mobilisieren gegen Monsanto

Das Umweltinstitut München schließt sich der Anzeige der österreichischen Umweltschutzorganisation Global 2000 gegen den Glyphosat-Hersteller Monsanto und die federführenden Zulassungsbehörden. Es gebe auch neue Beweise für die Schädlichkeit des Herbizids, hieß es am Donnerstag bei einer Pressekonferenz in Berlin.

Ein Gutachten, das der deutsche Epidemiologe Eberhard Greiser (Universität Bremen) im Auftrag der Umweltschützer erstellt hat, käme zu dem Schluss, dass das deutsche Bundesinstitut für Risikobewertung (BfR) fast alle epidemiologischen Studien über die krebserzeugende Wirkung von Glyphosat unbegründet als "nicht zuverlässig" verworfen hätte, teilte Vertreter der Umweltschutzorganisationen mit.

Greiser sagte dazu: "Die Pestizid-Hersteller haben diesen Studien bereits im Zulassungsantrag fälschlich methodische Fehler unterstellt. Das BfR hat diese Falschdarstellungen kritiklos übernommen. Mein Eindruck ist, dass auf diese Weise praktisch alle epidemiologischen Studien, die der Wiederzulassung von Glyphosat im Wege stehen, systematisch aussortiert wurden." Zuvor hätte bereits eine Analyse des Toxikologen Peter Clausing gezeigt, dass auch die von der Industrie eingereichten Krebsstudien mit Labormäusen falsch ausgewertet und dadurch signifikante Krebsbefunde beim Tier verschleiert worden seien.

"Aufgefallen ist das deshalb, weil zwei jener Mäusestudien auch von der Weltgesundheitsorganisation (WHO) ausgewertet wurden", erklärte Helmut Burtscher, Biochemiker bei Global 2000. "Im Gegensatz zum BfR stellten die WHO-Experten in allen Krebsstudien mit Mäusen einen signifikanten Anstieg von Tumoren fest." In seinem endgültigen Bewertungsbericht hätte das BfR die Korrektheit der WHO-Auswertung anerkannt und zugegeben, die statistische Auswertung der Pestizid-Hersteller ungeprüft übernommen zu haben. An seiner Empfehlung, Glyphosat als "nicht krebserregend" einzustufen, hielt es jedoch fest.

"Sollte es im Wiederzulassungsverfahren von Glyphosat zu vorsätzlichen Manipulationen gekommen sei, um einen krebserregenden Stoff durchzuschleusen, wäre das Betrug an 508 Millionen EU-Bürgern", stellte der Wiener Rechtsanwalt Josef Unterweger fest. Aus diesem Grund bringt seine Kanzlei die Anzeige im Auftrag der Umweltorganisationen und sechs weiterer Organisationen aus europäischen Mitgliedstaaten ein. Es erfolge außerdem eine Eingabe bei der europäischen Betrugsbekämpfungsbehörde OLAF.

München (APA/Reuters) - Siemens kauft das US-Technologieunternehmen Austemper Design Systems, einen jungen Softwareanbieter für Sicherheitsanwendungen. Mit der Übernahme könne Siemens sein Angebot an Kunden ergänzen, die sich mit autonomem Fahren sowie der Digitalisierung von Produktionsbetrieben und Infrastruktur beschäftigen, teilte das Unternehmen mit. Die Details der Übernahme würden nicht bekannt gegeben.
 

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Siemens kauft US-Technologie-Start-up

Washington (APA/AFP/Reuters) - "Baut sie hier!": US-Präsident Donald Trump hat im Handelsstreit mit der EU erneut mit Strafzöllen auf europäische Auto-Importe gedroht. Wenn die Europäische Union nicht "bald" ihre langjährigen Zölle und Barrieren für US-Produkte "niederbricht und beseitigt", würden die USA einen 20-prozentigen Tarif auf alle aus der EU eingeführten Autos verhängen, schrieb Trump am Freitag auf Twitter.
 

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Trump droht wieder mit Zöllen auf EU-Autos: "Baut sie hier!"

Brüssel (APA/dpa/Reuters) - Mit Zöllen auf amerikanische Produkte wie Whiskey, Jeans, Motorräder und Erdnussbutter hat die EU im Handelsstreit mit den USA zurückgeschlagen. Die Vergeltungszölle sind in der Nacht zum Freitag in Kraft getreten. Auf europäische Verbraucher dürften bei einigen Produkten Preiserhöhungen zukommen.
 

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Zölle auf US-Produkte in Kraft: Einige Produkte dürften teurer werden