Deutsche Telekom könnte Verkauf von T-Mobile US verschieben

Die Deutsche Telekom freundet sich Insidern zufolge mit der Idee an, die US-Tochter T-Mobile womöglich doch noch mindestens ein Jahr zu behalten. Es sei nicht die beste Zeit, um neben dem französischen Interessenten Iliad weitere Bieter anzulocken, sagten mehrere mit der Situation vertraute Personen zu Reuters. Ende nächsten Jahres würden in den USA wichtige Funkfrequenzen versteigert.

Die Deutsche Telekom freundet sich Insidern zufolge mit der Idee an, die US-Tochter T-Mobile womöglich doch noch mindestens ein Jahr zu behalten. Es sei nicht die beste Zeit, um neben dem französischen Interessenten Iliad weitere Bieter anzulocken, sagten mehrere mit der Situation vertraute Personen zu Reuters. Ende nächsten Jahres würden in den USA wichtige Funkfrequenzen versteigert.

Im Vorfeld dürften sich viele Unternehmen nach lokalen Vorgaben nicht in Übernahmeschlachten engagieren. Einige Kabel- und Satelliten-Firmen hindere dies womöglich, bei der Telekom vorstellig zu werden. Außerdem gewinnt T-Mobile - der viertgrößte Mobilfunker in den USA - derzeit zahlreiche neue Kunden. Nach Jahren mit hohen Verlusten, die in der Konzernzentrale in Bonn zu den Verkaufsüberlegungen geführt haben, legen die Umsätze nun wieder zu. Den Insidern zufolge könnte dieses Wachstum in den nächsten Quartalen rückläufige Werte in Europa teilweise ausgleichen. Das US-Geschäft steuert rund ein Drittel zum Konzernumsatz und ein Fünftel zum Gewinn bei.


Außerdem bezweifele die Telekom, dass Iliad wie angekündigt Einsparungen von zwei Milliarden Dollar - sieben Prozent der gesamten Kosten von T-Mobile US - realisieren könne. Schließlich hätten die Pariser in den USA, einem sehr großen und besonders hart umkämpften Markt, keinerlei Erfahrung. Eine Fusion innerhalb der USA würde höhere Kostensenkungen versprechen. Dies war aber bereits zwei Mal bei Sprint und AT&T am Widerstand der Kartellwächter gescheitert.

Der Dax-Konzern sei zudem mit dem Angebot von Iliad unzufrieden und zweifle, dass es noch wesentlich erhöht werde. Die Franzosen wollen für 33 Dollar je Anteilsschein 56,6 Prozent an T-Mobile US erwerben. Der Deal hätte ein Volumen von 15 Milliarden Dollar. Iliad hat sich für eine Entscheidung über einen Rückzug oder eine Anhebung der Offerte selbst eine Frist bis Mitte Oktober gesetzt. Mindestens 40 Dollar je Aktie und idealerweise auch eine höhere Beteiligung würden in Deutschland angestrebt, so die Insider. Allerdings gebe es auch eine Fraktion in der Telekom, die weiterhin auf Iliad setze, weil es in diesem Fall keine Einwände der Wettbewerbshüter geben dürfte.

Peking (APA/Reuters) - Die chinesische Zentralbank will ungeachtet gestiegener Konjunkturrisiken durch den Handelskonflikt mit den USA vorerst auf größere Hilfen für die Wirtschaft verzichten. Stattdessen sollen die Finanzierungsprobleme von Unternehmen "effektiv gelindert" werden, hieß es in einer am Dienstag veröffentlichten Stellungnahme.
 

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Chinas Notenbank verzichtet vorerst auf größere Konjunkturhilfen

Genua (APA/Reuters) - Nach dem Brückeneinsturz in Genua hat Italiens Ministerpräsident Giuseppe Conte den Autobahnbetreiber zu deutlich höheren Entschädigungszahlungen für die Opfer aufgefordert. Den vom Infrastrukturkonzern Atlantia angebotenen Betrag von 500 Millionen Euro nannte der Regierungschef in der Zeitung "Il Corriere della Sera" vom Dienstag bescheiden.
 

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Brückeneinsturz in Genua - Conte fordert mehr Geld von Betreiber

Wien (APA) - Der Rat für Forschung und Technologieentwicklung (RFT) befürchtet, dass Österreich in der Grundlagenforschung den Anschluss an die internationale Spitze verliert. Um das zu vermeiden, empfiehlt das Gremium der Bundesregierung, die im Wettbewerb vergebenen Mittel für Grundlagenforschung zu steigern. So sollte das Budget des Wissenschaftsfonds FWF um 80 bis 90 Mio. Euro jährlich erhöht werden.
 

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Forschungsrat empfiehlt mehr Mittel für Grundlagenforschung