Deutsche Telekom will bei Tipico einsteigen

Der deutsche Telekomriese hat Interesse gemeinsam mit einem Partner die Mehrheit bei Tipico zu übernehmen. Die Deutsche Telekom betreibt in Deutschland schon gemeinsam mit Casinos-Austria-Gruppe Sportwettenportal tipp3.

Bonn/Wien Die Deutsche Telekom hat Insidern zufolge ein Auge auf Deutschlands führenden Sportwettenanbieter Tipico geworfen. Der Konzern habe sich für ein geplantes Angebot mit dem Finanzinvestor Centerbridge zusammengetan, sagten zwei mit der Situation vertraute Personen zu Reuters. Die Deutsche Telekom betreibt in Deutschland bereits mit dem österreichischen Casinos-Austria-Konzern ein Sportwettenportal.

An Tipico wolle die Deutsche Telekom einen Minderheitsanteil erwerben, Centerbridge die Mehrheit. Auch der Finanzinvestor CVC interessiere sich für Tipico. CVC könne durch eine Verschmelzung von Tipico mit seiner Portfoliofirma Sky Bet potenziell Synergien heben, was sich vorteilhaft auf den Gebotspreis auswirken dürfte. Auch der chinesische Finanzinvestor XIO Group dürfte ein Offert vorlegen.

Die tschechische Lotteriefirma Sazka verfolge die Situation ebenfalls, werde aber aufgrund anderer jüngster Deals wohl kein starkes Angebot vorlegen. Der Mutterkonzern der Sazka, KKCG, ist kürzlich bei den teilstaatlichen Casinos Austria eingestiegen.

Die Gründer von Tipico hatten das Unternehmen im vergangenen Jahr zum Verkauf gestellt. Angebote könnten bis Ende April eingereicht werden, sagte ein Insider.

Das geplante Angebot dürfte Tipico mit rund 1 Mrd. Euro bewerten - in etwa dem Neunfachen des operative Gewinns und damit auf dem Niveau von börsennotierten Rivalen wie GVC, sagte ein Insider. Die genannten Unternehmen wollten sich nicht äußern, XIO war für eine Stellungnahme zunächst nicht zu erreichen.

Die Deutsche Telekom ist bereits mit 64 Prozent an der Deutschen Sportwetten GmbH (DSW) beteiligt, die das Sportwettenportal tipp3.de betreibt. 36 Prozent gehören der Österreichischen Sportwetten GmbH (ÖSW), die wiederum im Mehrheitseigentum der teilstaatlichen Casinos-Austria-Gruppe steht. Weitere ÖSW-Eigentümer sind österreichische Zeitungen.

Für die Deutsche Telekom könnte sich eine spätere Kooperation mit Tipico auszahlen, falls sie sich in der kommenden Versteigerung für die Ausstrahlung der Fußball-Bundesliga Internet-Übertragungsrechte sichert, sagte ein Insider.

Der deutsche Sportwettenmarkt gilt als einer der lukrativsten Europas. Zuletzt sind Schätzungen zufolge 4,5 Mrd. Euro im Jahr umgesetzt worden. Im Gegensatz zu Österreich gelten Sportwetten in Deutschland als Glücksspiel. Weil das Lizenzverfahren so lange auf Eis lag, haben die tipp3.de-Betreiber einen rechtlichen Umweg gewählt und bieten Sportwetten seit einem Jahr mit österreichischer Lizenz an.

New York (APA/Reuters) - Das einstige Börsen-Schwergewicht General Electric (GE) verliert nach mehr als 110 Jahren seinen prestigeträchtigen Platz im US-Leitindex Dow Jones. Am 26. Juni wird der Siemens-Rivale im Kreis der 30 wichtigsten Industrieunternehmen der USA von der Drogeriekette Walgreens Boots Alliance ersetzt, wie der Indexanbieter S&P Dow Jones Indices in der Nacht zum Mittwoch mitteilte.
 

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Nach 110 Jahren - GE muss Abschied aus dem Dow-Jones-Index nehmen

New York (APA/Reuters) - Die zunehmende Konkurrenz sowohl von Edelcafes als auch Fast-Food-Ketten macht Starbucks zu schaffen. Die Leistung sei zuletzt "nicht akzeptabel" gewesen, teilte Konzernchef Kevin Johnson am Mittwoch mit. Im kommenden Geschäftsjahr würden deshalb rund 150 Niederlassungen in den USA dichtgemacht.
 

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Starbucks schließt 150 Niederlassungen in den USA

Wien (APA) - Der ÖGB will "mit allen uns zur Verfügung stehenden legalen Mitteln gegen den 12-Stunden-Tag und die 60-Stunden-Woche" vorgehen und "ab sofort" Betriebsräte-Konferenzen und Betriebsversammlungen in allen Bundesländern abhalten. Für den 30. Juni kündigt ÖGB-Präsident Wolfgang Katzian eine Demonstration in Wien gegen die Regierungspläne an.
 

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Arbeitszeit - ÖGB kündigt Betriebsversammlungen und Demo an