Deutsche Telekom kauft kleineren Rivalen Tele2 in den Niederlanden

Berlin (APA/Reuters) - Die Deutsche Telekom will in den Niederlanden mit der Übernahme von Tele2 zu den größeren Konkurrenten KPN und Vodafone Ziggo aufschließen. T-Mobile NL kauft das niederländische Tele2-Geschäft für 190 Mio. Euro sowie eine Beteiligung, wie das deutsche Unternehmen am Freitag mitteilte. Demnach erhält Tele2 einen Anteil von 25 Prozent an der vergrößerten T-Mobile NL.

Für die Deutsche Telekom ist es die erste Fusion nach dem Rückschlag in den USA, wo die Gespräche zwischen T-Mobile US und dem Wettbewerber Sprint abgebrochen wurden. Die Übernahme in den Niederlanden kommt nicht unerwartet, nachdem Telekom-Chef Tim Höttges zuletzt erklärte, dafür offen zu sein.

"Wir werden die Branche nachhaltig umkrempeln", kündigte der Chef von T-Mobile NL, Sören Abildgaard, an. Nach der Übernahme verfügt T-Mobile NL, die in der Vergangenheit mit einer aggressiven Preisstrategie und der Konzentration aufs Mobilfunkgeschäft punkteten, auch über ein Festnetz. Das vergrößerte Unternehmen wird auf einen Umsatz von rund 2 Mrd. Euro sowie etwa 4,3 Millionen Mobilfunk-Vertragskunden kommen.

Die Deutsche Telekom rechnet ab dem dritten Jahr mit Synergien von etwa 150 Millionen Euro. Das Geschäft soll in der zweiten Jahreshälfte 2018 abgeschlossen werden. Vor der Übernahme wird die Telekom die Funktürme und Antennenstandorte aus der T-Mobile NL herauslösen und in eine separate Gesellschaft einbringen.

Analysten begrüßten den Schritt. Für Tele2 sei es ein eleganter Ausweg aus einer vertrackten strategischen Situation, schrieben die Analysten von Jefferies. Die Telekom sei der logische Partner. Allerdings sei noch nicht sicher, ob die Wettbewerbsbehörden dem Deal zustimmen würden, da dann künftig nur drei Firmen in den Niederlanden agierten.

Allein hinkten T-Mobile NL und Tele2 deutlich hinter den Platzhirschen KPN und Ziggo hinterher. Der frühere Staatskonzern KPN kommt in etwa auf einen Marktanteil von 43 Prozent und das Gemeinschaftsunternehmen von Vodafone und Liberty, Ziggo, auf 30 Prozent. Gemeinsam mit Tele2 dürfte T-Mobile NL künftig etwa bei 26 Prozent landen.

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Kundl/Langkampfen/Basel (APA) - Der Novartis-Konzern investiert 200 Mio. Euro in die beiden Produktionsstandorte im Tiroler Schaftenau und in Kundl (beide Bezirk Kufstein). Dies gab das Unternehmen am Donnerstag bekannt. Daniel Palmacci, Leiter der Novartis Produktionsbetriebe in Österreich, bezeichnete dies als "ein starkes Bekenntnis" der Zentrale in Basel in die Kompetenz und Qualität der Standorte in Tirol.
 

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Novartis investiert 200 Mio. Euro in Tiroler Standorte